In Niederösterreich geht die Schließungswelle bei Asylunterkünften weiter: Nach sechs bereits aufgelassenen Quartieren werden nun fünf weitere Standorte geschlossen. Betroffen sind laut "Heute"-Infos Groß-Gerungs (Bezirk Zwettl), Krems, Wasenbruck (Bezirk Bruck an der Leitha), Unterwaltersdorf (Bezirk Baden) und Wieselburg (Bezirk Scheibbs).
Das größte der fünf betroffenen Quartiere befindet sich in Groß-Gerungs. Die Unterkunft war für gut 50 Personen ausgelegt. Die Bewohner wurden bereits im Sommer beziehungsweise Spätsommer verlegt. Seitdem gab es keine Neuaufnahmen mehr. Die Kündigung wird mit Ende Oktober wirksam.
Auch in Krems ist Schluss: Das dortige Asylquartier mit einer Kapazität von knapp zehn Plätzen wird mit Ende Oktober aufgelöst. Zuletzt waren noch eine Handvoll Personen untergebracht, die zeitnah verlegt werden sollen.
Die Schließungen haben verschiedenste Gründe – von Problemen mit Betreibern bis zur mangelnden Infrastruktur. Oder dass einfach das Angebot nicht mehr notwendig ist.
In Wasenbruck wurde eine Unterkunft mit einigen wenigen Plätzen bereits mit Oktober stillgelegt. Eine Nachbelegung ist nicht vorgesehen.
In Unterwaltersdorf wurde ein Quartier mit rund zehn Plätzen per Ende März 2027 gekündigt. Die zuletzt hier lebenden Bewohner wurden bereits verlegt, die Unterkunft steht leer.
Auch in Wieselburg ist die Unterbringung beendet. Das Quartier bot Platz für rund 15 Personen, auch hier. Die letzten Bewohner wurden Anfang bzw. Mitte Oktober verlegt. Neue Asylwerber werden nicht mehr aufgenommen.
Bereits zuvor waren laut FPÖ-Landesrat Martin Antauer sechs Asylunterkünfte in Michelhausen, Bruck, Schottwien, St. Pölten, Tulln und Schrems geschlossen worden. Zusammen mit den fünf nun bekannt gegebenen Standorten steigt die Zahl auf elf, wobei einzelne Quartiere erst zu einem späteren Zeitpunkt formell aufgelöst werden.
"Wir haben eine Evaluierung der Asylheime in Niederösterreich im Sommer angekündigt und jetzt liefern wir sukzessive die Ergebnisse", erklärt der FPÖ-Landesrat.
Antauer sieht darin einen Erfolg seiner Politik. "Der Schutz unserer Landsleute, unserer Frauen, Kinder und Familien steht für uns immer an erster Stelle", betont er. Die Freiheitlichen hätten angekündigt, Niederösterreich als Asylstandort möglichst unattraktiv zu machen. "Und wir Freiheitliche halten unsere Versprechen", so Antauer.