Ein schwer verletzter Welpe gibt derzeit dem TierQuarTier Wien Rätsel auf – und sorgt für Entsetzen. Die erst vier bis fünf Monate alte Hündin "Mila" wurde am Montag im Wiener Votivpark entdeckt: allein, abgemagert und mit massiven Verletzungen an beiden Vorderbeinen.
Das Tierrettungsteam brachte den zutraulichen Hund sofort in eine Klinik. Dort zeigte sich, wie schwer Mila zugerichtet ist. Neben einer alten, nie behandelten Fraktur diagnostizierten Tierärzte eine schwere Strangulationsverletzung. Der Verdacht: Eines der Vorderbeine wurde über längere Zeit mit einem Seil oder ähnlichem Gegenstand abgeschnürt. Die Folgen waren massive Durchblutungsstörungen, Entzündungen und starke Schmerzen. Fremdverschulden kann nicht ausgeschlossen werden.
Ob das betroffene Bein gerettet werden kann, ist derzeit offen. Mila wird engmaschig überwacht und regelmäßig geröntgt. Eine Amputation gilt als letzte Option, sollte es keine andere medizinische Möglichkeit geben.
"Die Verletzungen dieses jungen Hundes sprechen eine deutliche Sprache.", so Thomas Benda, Betriebsleiter des TierQuarTier Wien. "Was Mila angetan wurde, erschüttert uns zutiefst. Alles deutet darauf hin, dass sie schwere Misshandlungen erlitten hat. Unser ganzer Fokus liegt nun darauf, ihr medizinisch bestmöglich zu helfen und ihr trotz dieses Leids eine Zukunft ohne Schmerzen zu ermöglichen."
Parallel laufen Ermittlungen. Das TierQuarTier Wien und das Veterinäramt bitten um Hinweise: Wer Mila erkennt, etwas zu ihrer Herkunft weiß oder am 2. Februar im Bereich des Votivparks Beobachtungen gemacht hat, soll sich melden. Hinweise nimmt das Fundservice für Haustiere der Stadt Wien unter 01/4000-8060 entgegen.
Die Behandlung des Welpen ist aufwendig und teuer. Neben intensiver tierärztlicher Betreuung fallen laufende Untersuchungen, Schmerztherapie, Spezialfutter und langfristige Pflege an – eine große Belastung für das Tierheim.