Eltern-Sperre

Schluss mit den Endlos-Videos – YouTube greift ein

YouTube reagiert: Eltern können Shorts jetzt komplett sperren. Neue Regeln sollen Kinder besser schützen und Inhalte altersgerechter machen.
Rene Findenig
28.01.2026, 08:00
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YouTube verschärft seine Elternfunktionen deutlich. Ab sofort können Eltern festlegen, wie lange Kinder und Jugendliche durch den Shorts-Feed scrollen dürfen – erstmals sogar mit einer Einstellung von "0 Minuten". Damit lässt sich das Kurzvideo-Format vollständig blockieren, etwa während der Hausaufgaben oder vor dem Schlafengehen.

Zusätzlich baut YouTube die Erinnerungen für Schlafenszeiten und Pausen weiter aus. Diese lassen sich individuell an den Alltag der Familie anpassen und sollen helfen, Bildschirmzeiten besser zu strukturieren.

Auch die Einrichtung von Kinder- und Jugendkonten wird vereinfacht. In der YouTube-App können Eltern künftig mit wenigen Klicks verwaltete Konten einrichten und unkompliziert zwischen mehreren Familienprofilen wechseln. Je nachdem, wer gerade schaut, werden automatisch passende Empfehlungen und Einstellungen angezeigt.

Neue Qualitätsregeln für Jugend-Inhalte

Parallel führt YouTube neue Qualitätsprinzipien für Inhalte für Jugendliche ein. Das Empfehlungssystem soll stärker auf altersgerechte, förderliche Videos ausgerichtet werden. Entwickelt wurden die Kriterien gemeinsam mit dem Center for Scholars & Storytellers der UCLA und unterstützt von Fachleuten unter anderem des University College London, der American Psychological Association und des Boston Children’s Hospital.

Ziel ist es, hochwertige und verständliche Inhalte für Jugendliche sichtbarer zu machen – etwa von bekannten Wissenskanälen wie "Kurzgesagt – In a Nutshell" oder "Breaking Lab".

Damit auch Produzenten klare Orientierung bekommen, veröffentlicht YouTube einen neuen Creator Guide für sichere und altersgerechte Inhalte. Der Leitfaden wurde gemeinsam mit dem internen Beratungsteam für Kinder und Familien sowie mit Save the Children International entwickelt und richtet sich gezielt an Creator, die Inhalte für junge Zielgruppen produzieren.

Start der neuen Eltern-Funktionen ab sofort

Begleitend präsentiert YouTube neue Umfrageergebnisse aus der EU. 77 Prozent der Eltern, die überwachte Konten nutzen, empfinden die angesehenen Inhalte als altersgerecht. 73 Prozent geben an, dass die Tools ihr Vertrauen in ein sichereres digitales Umfeld für ihr Kind stärken.

"Wir glauben daran, Kinder in der digitalen Welt zu schützen – nicht vor der digitalen Welt", sagt Dr. Garth Graham, Global Head of YouTube Health. Eltern spielten eine zentrale Rolle dabei, Regeln für die Online-Erfahrungen ihrer Familie festzulegen.

Die neuen Qualitätskriterien und der Creator Guide sind ab sofort weltweit verfügbar. Der Shorts-Timer wird derzeit ausgerollt, weitere Funktionen folgen schrittweise mit einem späteren globalen Start.

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