Bodenmarkierungen

Schluss mit Durchrasen – Wiener Park sperrt Scooter aus

Immer wieder rasen E-Scooter-Fahrer durch den Leopold-Rister-Park und die angrenzenden Gemeindebau-Höfe in Margareten. Jetzt reagiert der Bezirk.
Wien Heute
01.10.2026, 15:31
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Spielen, plaudern und entspannen statt Slalom zwischen E-Scootern: Im Leopold-Rister-Park in der Nähe des Matzleinsdorfer Platzes (Wien-Margareten) sollen neue Bodenmarkierungen jetzt unmissverständlich zeigen, dass Scooter hier nicht durchfahren dürfen.

Die Bezirksvorstehung reagiert damit nach eigenen Angaben auf zahlreiche Beschwerden aus der Nachbarschaft. Im Park besteht bereits ein Radfahrverbot – und damit dürfen dort grundsätzlich auch E-Scooter nicht als Verkehrsmittel durchfahren.

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Mit Scootern durch Park gerast

"Der Leopold-Rister-Park ist ein Ort zum Spielen und Plaudern – nicht für schnelle Durchfahrten mit Scootern", erklärt Bezirksvorsteher Michael Luxenberger (Grüne). Die Markierungen seien ein erster Schritt, damit das Verbot besser wahrgenommen und eingehalten werde.

Offenbar sorgt das Problem regelmäßig für Ärger. "In der Bezirksvorstehung erreichen uns nahezu täglich Hinweise, dass Personen mit Leihscootern durch den Park oder die angrenzenden Höfe des Theodor-Körner-Hofs rasen", berichtet Bezirksvorsteher-Stellvertreterin Petra Tierscherl (Grüne).

Margareten als Vorreiter

Sie sei selbst mehrmals pro Woche vor Ort und habe dabei festgestellt, dass vielen Scooter-Fahrern gar nicht bewusst sei, dass das Fahren im Park verboten ist. Deshalb wurden nun an sämtlichen Zugängen entsprechende Bodenmarkierungen angebracht.

Bodenmarkierungen für E-Scooter sind im Wiener Straßenbild längst keine Seltenheit. Sie dienen bisher allerdings vor allem einem anderen Zweck: Die Stadt kennzeichnet damit die vorgesehenen Abstellflächen für Leih-Scooter. Ende 2024 existierten bereits mehr als 400 solcher Flächen. Sie sind durch auffällige rote Bodenmarkierungen gekennzeichnet.

Als Nächstes kommt eine Schleuse

In Margareten will man es aber nicht bei Farbe auf dem Boden belassen. An jenem Eingang des Leopold-Rister-Parks, der besonders häufig von Scooter-Fahrern als Durchfahrt genutzt werden soll, ist im nächsten Schritt eine Schleuse geplant. Sie soll verhindern, dass Scooter einfach direkt in den Park hineinfahren können.

Neue Bodenmarkierungen weisen auf das E-Scooter-Verbot hin.
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Der Leopold-Rister-Park liegt mitten im Theodor-Körner-Hof und ist rund 4.700 Quadratmeter groß. Die Anlage wurde erst 2023 umfassend neu gestaltet. Dabei wurden unter anderem 16 zusätzliche Bäume gepflanzt, neue Grünflächen geschaffen und der Spielplatz vergrößert.

Rundweg für Kinder angelegt

Dazu kamen ein Wasserspiel mit drei Bodenfontänen und drei Nebeldüsen, ein Sand-Matsch-Bereich, ein Trinkbrunnen, Fitnessgeräte und eine Calisthenics-Anlage. Bei der Neugestaltung wurde sogar ein Rundweg für Kinder angelegt. Laut Stadt Wien soll dieser Kindern ausdrücklich "ein sicheres Fahren mit Scootern und Kinderfahrrädern ermöglichen".

In Wien wurden 2025 laut Statistik Austria insgesamt 622 Verkehrsunfälle mit Personenschaden registriert, an denen E-Scooter beteiligt waren. 2024 waren es noch 604, 2023 sogar nur 521. Damit ist die Zahl innerhalb von zwei Jahren um rund 19 Prozent gestiegen.

red,01.10.2026, 15:31