Saison schon vorbei

Schock im ÖSV-Team nach schwerer Pinkelnig-Verletzung

Die Olympia-Saison ist für Eva Pinkelnig beendet, bevor sie begonnen hat. Die schwere Verletzung der Vorarlbergerin ging am Team nicht spurlos vorbei.
Sport Heute
19.09.2025, 18:03
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Pinkelnig, aktuell Österreichs beste Skispringerin, kam am Donnerstagabend schwer zu Sturz. Die 37-Jährige verkantete beim Sommer-Grand-Prix auf der Olympiaschanze von 2026 in Predazzo. Pinkelnig flog zu Boden, rutschte den Aufsprung hinunter. Und griff sich dabei sofort ans linke Nie.

Als die Vorarlbergerin zum Liegen gekommen war, hallten laute Schmerzensschreie durch die Skisprung-Arena von Predazzo. Allen war klar, dass sich die Star-Springerin wohl schwer verletzt haben dürfte. Die Gesamtweltcupsiegerin des Jahres 2022/23 kam noch am Donnerstagabend nach Innsbruck, wo MRT-Untersuchungen die schlimmsten Befürchtung bestätigten: Kreuzbandriss, Riss des Innen- und Außenmeniskus und ein Knorpelschaden im linken Knie. Noch am Freitag folgt die Operation in der Klinik Hochrum.

"Natürlich ein Schock"

"Es war natürlich ein Schock, sehr zäh, dass dann die Schreie begonnen haben. Die Stimmung war schon gedämpft im Team", erzählte Frauen-Cheftrainer Thomas Diethart am Freitag im "ORF". Für die Springerinnen geht es beim Olympia-Test gleich weiter. Nach der Normalschanze warten am Samstag die Großschanzen-Bewerbe. "Alle Athletinnen wissen, dass so etwas dazugehört", meinte der ehemalige Weltcupspringer.

Für Pinkelnig selbst bedeutet die schwere Knieverletzung jedenfalls das Ende der Olympia-Saison, bevor diese begonnen hat, zumindest ein halbes Jahr ist nicht an Spitzensport zu denken. Der Olympia-Traum ist damit geplatzt. "Sie war sehr gefasst, anfangs natürlich geschockt. Aber ganz realisiert wird sie es noch nicht haben", meinte Diethart weiter.

Suche nach den Gründen

Pinkelnig ist bereits 37 Jahre alt. Da stellt sich die Frage, ob die Vorarlbergerin noch einmal in den Spitzensport zurückkehren möchte. Doch dies sei vorerst nur ein Randthema. Zuerst zähle die Privatperson, "dass sie wieder normal gehen kann", betonte Diethart. "Ich glaube nicht, dass sie Gedanken hat, wie es in Zukunft weitergeht", ergänzte der Cheftrainer.

Ungeklärt ist derweil noch die Frage, wie es zum schweren Sturz kam. "Wir haben versucht, es zu analysieren. Man sieht, dass sie stärker mit dem linken Bein landet, das Bein dann nachgibt. Auf der Schanze hat man einen relativ hohen Luftstand, die Landekräfte sind relativ schwierig, dazu kommt vielleicht das neue Reglement, dass die Anzüge ein bisschen schmäler sind", meinte Diethart. Außerdem habe Pinkelnig schon vor dem Springen gesagt, sie spüre das linke Knie. "Ob genau das ausschlaggebend war, kann man schwer sagen", meinte der ÖSV-Cheftrainer.

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