Psychologie

Schock-Studie: Diese Sorgen machen Frauen schneller alt

US-Forscher fanden heraus: Wer sich ständig um die eigene Gesundheit sorgt, könnte biologisch schneller altern – messbar im Blut.
Heute Life
16.02.2026, 13:14
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Ängste vor dem Älterwerden – vor allem Sorgen um die eigene Gesundheit – könnten sich stärker auswirken als gedacht: Sie scheinen sogar auf zellulärer Ebene Spuren zu hinterlassen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der NYU School of Global Public Health, veröffentlicht im Fachjournal Psychoneuroendocrinology.

"Unsere Ergebnisse legen nahe, dass subjektive Erfahrungen biologische Alterungsprozesse beeinflussen können", erklärt Studienleiterin Mariana Rodrigues. Altersängste seien demnach nicht nur ein psychologisches Thema, sondern könnten reale körperliche Folgen haben.

Angst vor dem Alter

Viele Menschen empfinden das Älterwerden als belastend – aus Angst vor Krankheit, körperlichem Abbau oder dem Verlust von Selbstständigkeit. Zwar ist bekannt, dass chronischer Stress über sogenannte epigenetische Veränderungen – also Veränderungen der Genaktivität – den Alterungsprozess beeinflussen kann. Ob jedoch speziell die Angst vor dem Altern selbst eine Rolle spielt, war bislang kaum erforscht.

Für die Studie analysierte das Forschungsteam Daten von 726 Frauen aus der US-Langzeitstudie MIDUS. Die Teilnehmerinnen bewerteten, wie sehr sie sich Sorgen um ihre nachlassende Gesundheit, Attraktivität oder Fruchtbarkeit machten. Zusätzlich untersuchten die Forscher Blutproben und bestimmten mithilfe sogenannter "epigenetischer Uhren" das biologische Alter.

Je stärker die Angst, desto schneller altern wir

Das Ergebnis: Je stärker die Angst vor dem Älterwerden ausgeprägt war, desto schneller schienen die Zellen biologisch zu altern. Besonders deutlich zeigte sich dieser Zusammenhang bei Sorgen um die eigene Gesundheit. Ängste in Bezug auf Attraktivität oder Fruchtbarkeit hatten dagegen keinen signifikanten Einfluss.

Frauen eher betroffen

Gerade Frauen könnten anfälliger für Altersängste sein – unter anderem durch gesellschaftlichen Schönheitsdruck, Fruchtbarkeitsthemen oder Mehrfachbelastungen wie die Pflege älterer Angehöriger. "Wenn Frauen beobachten, wie ihre Eltern altern und krank werden, kann das eigene Ängste verstärken", so Rodrigues.

Gleichzeitig betonen die Autoren, dass psychische und körperliche Gesundheit eng miteinander verknüpft sind. Allerdings könnten auch Lebensstilfaktoren wie Rauchen oder Alkoholkonsum den Zusammenhang teilweise erklären. Nachdem diese Faktoren berücksichtigt wurden, verlor der Effekt an statistischer Stärke. Weitere Langzeitstudien seien daher notwendig, um die genauen Zusammenhänge besser zu verstehen.

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