20.000 Euro Schaden

Schon 3. Einbruch! Diebe stehlen 6.000 Pokémon-Karten

Zum 3. Mal schlugen Einbecher heuer im SpielRaum in Wien zu, verschwanden mit 6.000 wertvollen Pokemon-Sammelkarten im Wert von 20.000 Euro.
20.10.2026, 05:45
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Für Emanuel Burtscher ist es fast schon "business as usual", wie er selbst sagt, als ihn die Polizei am Wochenende kontaktierte. Bereits das dritte Mal in diesem Jahr wurde in seinem Lokal SpielRaum in der Otto-Bauer-Gasse (Mariahilf) eingebrochen.

Auch in den Jahren davor blieb das Fachgeschäft für Sammelkartenspiele nicht verschont: 2021 verschafften sich Täter gleich drei Mal Zugang zum Geschäftslokal, auch eine Rangelei soll es bereits gegeben haben.

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Diebe knackten Safe nicht

6.000 Pokemon-Karten entwendeten die Täter diesmal aus dem Fundus des Wieners, nachdem sie die Scheiben des Lokals eingeschlagen hatten. Die Schadenssumme schätzt er dieses Mal auf 20.000 Euro, so Burtscher im Gespräch mit "Heute": "Die besonders teuren Karten, die im vierstelligen Bereich liegen, sind hinten im Safe und noch da. Aber ein paar wertvolle, im dreistelligen Bereich, wurden aus der Vitrine entwendet. Und man kann sich vorstellen, dass man bei 6.000 Einzelkarten auch schnell auf eine höhere Summe kommt."

Besonders bitter: Seit September veranstaltet das Lokal die Aktion "Geo catch ’em all!", bei der Fans Pokébälle suchen und Karten gewinnen können. Vier Stück der Preise sind nun auch weg. Drei statt sieben Trainerkarten stehen nun noch zur Verfügung. Werden die Einbrecher noch rechtzeitig gefasst, werden die Karten wieder hergegeben, verspricht der Chef. Sollte man sie erst später zurückbekommen, sollen sie verlost werden.

"Überlegen, wie wir uns besser schützen können"

Nach der Einbruchsserie im Jahr 2021 hatte Burtscher massiv in die Sicherheit investiert, berichtet er. Eine Alarmanlage, Bewegungsmelder und mehrere Überwachungskameras sollten abschreckend wirken und zur Aufklärung beitragen. Doch auch danach kehrte keine Ruhe ein. "Scheinbar ist es noch nicht genug", so der geplagte Chef. "Wir überlegen immer, wie wir uns noch besser schützen können. Denn es zieht natürlich auch einen Rattenschwanz mit sich – selbst mit der Versicherung wird es jetzt schon schwierig und der Aufwand ist immer groß."

Kollegen hätten eine Nebelanlage installiert, erzählt Burtscher, wieder andere empfehlen Rollläden. Das bedarf aber alles reiflicher Überlegungen. "Bei der Nebelanlage zum Beispiel muss man immer aufpassen wegen Fehlalarmen. Aber ich kann auch nicht immer alles wegsperren, ich habe über eine Million an einzelnen Karten gelagert." Eines sei aber klar, so der 44-jährige: "Wir werden weiter aufrüsten!"

Die Polizei bestätigt laufende Ermittlungen "gegen eine bislang unbekannte Täterschaft wegen Verdacht auf Diebstahl durch Einbruch oder mit Waffen". Weitere Details können aktuell nicht genannt werden.

red, 20.10.2026, 05:45