Aufregung am "Remembrance Sunday" in London: Kurz vor Beginn der nationalen Gedenkfeier am Cenotaph im Regierungsviertel Whitehall ist ein Soldat zusammengebrochen. Der Mann, ein Angehöriger der Royal Marines, verlor das Bewusstsein und stürzte auf die Straße. Zuschauer reagierten geschockt und besorgt.
Kameraden waren sofort zur Stelle. Ein Angehöriger der Royal Navy und ein Fallschirmjäger mit dem typischen kastanienroten Barett kümmerten sich um ihn. Was zu dem Zusammenbruch führte und wie es dem Soldaten inzwischen geht, ist bislang nicht bekannt.
Am "Remembrance Sunday" erinnert Großbritannien jedes Jahr am zweiten Sonntag im November an die gefallenen Soldaten der beiden Weltkriege und späterer Konflikte. Angeführt wurde die Zeremonie auch heuer von König Charles (77), der erst vor wenigen Tagen von seiner Karibik-Reise zurückgekehrt war.
Neben weiteren Mitgliedern der Königsfamilie nahmen auch führende Politiker teil. Um 11 Uhr legten die Teilnehmer die traditionellen zwei Schweigeminuten ein.
Bereits Stunden vor Beginn säumten Hunderte Menschen mit roten Mohnblumen am Revers die Straßen. Ohnmachtsanfälle kommen bei solchen Zeremonien übrigens immer wieder vor: Die Soldaten stehen oft lange regungslos in Formation, auch bei der jährlichen Geburtstagsparade für den König, Trooping the Colour, kippen regelmäßig Teilnehmer um.