Eltern empört

Schüler müssen bei offener Tür ihr Geschäft verrichten

Weil die sanitären Anlagen immer wieder von Schülern verwüstet wurden, stehen bei der Schule im Aargau die Türen nun konstant offen.
Newsdesk Heute
15.12.2023, 18:24
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Immer wieder berichten Schulen von zerstörten, verschmierten und überfluteten WC-Anlagen und greifen teils auch zu drastischen Maßnahmen. So etwa in der Aargauer Gemeinde Muhen, wo die Türen zu den WC-Anlagen für Buben seit kurzem immer offenstehen und eine Anlage gesperrt ist. "Der Hauswart hat die betroffene WC-Anlage vorübergehend geschlossen", so die Schule. Zudem verhindere ein Holzkeil, dass die Haupttüren der WC-Anlagen geschlossen werden können.

Schüler pinkelten in WC-Bürste

Denn in der Schule werden die Toilettenanlagen regelmäßig Ziel von Vandalismus, wie die Verantwortlichen berichten. Schon zum vierten Mal seit den Herbstferien seien vor kurzem Pissoirs und Toiletten verstopft worden, sagt Gemeinderat Hanspeter Brunner gegenüber dem "Blick". "Teilweise wurde auch in den WC-Bürstenhalter uriniert". Jedes Mal dauere es mehrere Stunden, um die Spuren der Zerstörung zu beseitigen.

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Auch wenn die Schüler die einzelnen Türen der WCs weiterhin schließen können, zeigen sich viele Eltern entrüstet über die Maßnahme. "Wir sind empört", heißt es in einem von mehreren Eltern unterzeichneten Brief. Die Maßnahme sei "einschränkend und für die Kinder und deren Intimsphäre nicht akzeptabel".

"Gespräche helfen nichts"

Die Eltern argumentieren, dass das Vandalismusproblem durch Aufklärung gelöst werden müsste – laut Brunner, der Ressortvertreter der Schule ist, hätten Gespräche bisher aber nicht geholfen. "Die Maßnahme ist hart, aber ein Zeichen ist nötig gewesen". Von den Schülern habe es noch kein negatives Feedback gegeben, zudem gebe es auch Eltern, die Verständnis für die Erziehungsmaßnahme hätten.

Andere Schulen sahen sich wegen anhaltendem Vandalismus bereits zu ähnlichen Maßnahmen gezwungen: So schraubte die Sportschule Kriens kurzerhand die WC-Türen ab, weil Schüler immer wieder WC-Papier an die Wände schmissen und neben die Toilette gepinkelt hatten. Andernorts wurde das WC-Papier ganz entfernt.

Fraglich ist auch, ob die Aufklärung darüber, dass WC-Anlagen im Allgemeinen nicht überschwemmt und verschmiert werden sollten, nicht Teil der elterlichen Erziehung ist – denn dass die Übeltäter auch im heimischen WC eine solche Zerstörung anrichten, ist wohl unwahrscheinlich.

{title && {title} } red, {title && {title} } 15.12.2023, 18:24
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