Rosberg hat im "High Performance"-Podcast über die Psychospiele seines ehemaligen Mercedes-Teamkollegen ausgepackt. Zwischen 2010 und 2012 fuhren die beiden Deutschen gemeinsam für die Silberpfeile. Laut Rosberg habe der siebenfache Formel-1-Weltmeister Schumacher regelmäßig zu kleinen Tricks gegriffen, um ihn mental unter Druck zu setzen. So habe Schumacher etwa sein Auto absichtlich so geparkt, dass Rosberg seinen eigenen Parkplatz nicht mehr nutzen konnte und dadurch zu spät zu Teambesprechungen kam. "Er ist ein mentaler Krieger", beschrieb Rosberg seinen früheren Teamkollegen.
Besonders kurios sei ein Vorfall vor einem Qualifying in Monaco gewesen. Schumacher habe sich laut Rosberg in der einzigen Toilette der Mercedes-Garage eingeschlossen und diese absichtlich blockiert. Obwohl Rosberg verzweifelt an die Tür geklopft habe, sei Schumacher nicht herausgekommen. Schließlich habe Rosberg in einen Eimer hinter der Garage urinieren müssen, während die Mechaniker um ihn herum arbeiteten. "Er hat es geliebt", erinnerte sich der Weltmeister von 2016 an die Psychospiele. Trotz der angeblichen Tricks konnte Rosberg Schumacher in allen drei gemeinsamen Saisons in der WM-Gesamtwertung schlagen.
Jüngst hatte Rosberg auch erzählt, dass Schumacher nach der Einführung des DRS Probleme hatte, sich bei den Bremspunkten zu orientieren. Das mittlerweile abgeschaffte "Drag Reduction System" war das Flachstellen des Heckflügels auf den Geraden, um leicht höhere Geschwindigkeiten zu erzielen und so leichter überholen zu können.
"Es würde mich nicht wundern", sagte Ralf Schumacher darauf angesprochen im Podcast "Backstage Boxengasse" von "Sky". Ältere Fahrer würden sich bei technischen Neuerungen immer wieder schwerer tun. "Das glaube ich sogar. Das glaube ich mehr als die blöde Scheiße, dass sich Michaels ins Dixi Klo gesperrt hätte. Das ist Quatsch", schoss der ehemalige Formel-1-Pilot dann gegen Ex-Weltmeister Robert. Tatsächlich hat der Champion von 2016 diese Anekdote bereits häufig erzählt.
"Das ist eine alte Schallplatte. Ja klar, das ist die Beschäftigung: Am Dixi Klo zu warten, dass der nicht drauf kann", fügte Ralf Schumacher dann in einem betont sarkastischen Ton dann an.