Sein Buch erscheint

Schumacher knöpft sich Ex-Red-Bull-Boss Horner vor

Ralf Schumacher hält sich mit seiner Meinung über den Ex-Red-Bull-Teamchef Christian Horner nicht zurück. Zu dessen Buch hat er eine klare Meinung.
15.10.2026, 05:50
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Vor gut einem Jahr musste Christian Horner Red Bull verlassen. Nach 20 Jahren an der Spitze des Rennstalls setzte das Team Horner im Juli 2025 vor die Tür. Dafür hat der Brite 118 Millionen Euro an Abfindungen erhalten, wie mittlerweile bekannt ist. Horner waren die teaminternen Konflikte mit dem sogenannten "österreichischen" Red-Bull-Flügel rund um Geschäftsführer Oliver Mintzlaff, dem ehemaligen Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko und nicht zuletzt dem Lager rund um Star-Fahrer Max Verstappen zum Verhängnis geworden. Genauso wie die schweren Anschuldigungen seiner einstigen persönlichen Assistentin.

Mittlerweile zeigt sich der 52-Jährige wieder vermehrt in Formel-1-Fahrerlager und brachte sich jüngst sogar als möglicher neuer Ferrari-Teamchef ins Spiel. Er erklärte jedenfalls, für die Scuderia auf seine eigentliche Forderung, Anteile am Rennstall zu erwerben, zu verzichten. Gleichzeitig hat Horner eben sein Buch geschrieben, das am 22. Oktober, dem Todestag von Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz, erscheinen wird.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

"Das finde ich noch viel schlimmer"

Ralf Schumacher glaubt jedenfalls nicht an eine Rückkehr Horners in die Motorsport-"Königsklasse" – zumindest als Teamchef oder CEO eines Rennstalls. Das machte der ehemalige Pilot und nunmehrige "Sky"-Experte im Podcast "Backstage Boxengasse" deutlich. "Ich weiß nicht, bei diesen Büchern... Das kann man machen, ist aber unsäglich", meinte der Bruder von Formel-1-Ikone und Siebenfach-Weltmeister Michael Schumacher.

"Und das Erscheinungsdatum finde ich noch viel schlimmer. Der Todestag von Didi Mateschitz, der ihm alles ermöglicht hat. Ich finde es schade. Aber es ist auch das Zeichen, dass er weiß: ,Es gibt keinen Weg zurück für mich. Also mache ich es jetzt anders'", fügte der Deutsche dann an. Er könne ja "Siegerehrungen" machen oder vielleicht für F1 TV arbeiten, meinte Schumacher dann.

Horner-Macht nach Mateschitz-Tod

Er selbst und Horner pflegen in den letzten Jahren bekanntlich nicht das beste Verhältnis. Insofern fällt die Schumi-Reaktion nicht gerade überraschend aus. Das zeigte sich dann auch an der Reaktion auf die schmunzelnde Aussage von "Sky"-Moderator Peter Hardenacke, dem Host des Podcasts, der lachend ankündigte, Schumacher womöglich ein Exemplar der Horner-Biographie zu Weihnachten zu schenken. "Ich wüsste schon, wo ich sie hinstelle als Dekoration", lachte der 52-Jährige.

Man müsse Horner seine Erfolge aus der Vergangenheit zugestehen, meinte Schumacher. "Das Thema war, was er gemacht hat, als Didi Mateschitz krank war, den Einfluss nicht mehr nehmen konnte und dann gestorben ist und sich dann die Mehrheitsverhältnisse geändert haben. Ab dem Moment ging es ein bisschen aus dem Ruder", erinnerte der Deutsche an das Ableben des Red-Bull-Gründers. Seither hält die thailändische Yoovidhya-Familie die Mehrheit am Energydrink-Imperium. "Er hat versucht, das Projekt an sich zu reißen, ist vielleicht ein bisschen zu nahe zur Sonne geflogen", meinte Schumacher dann. Und sagte in Richtung Horner, der zuletzt meinte, er hätte nie eine klare Begründung für den Rauswurf erhalten: "Es wundert mich, dass er sich wundert und einen Kündigungsgrund braucht. Das verstehe ich nicht. Aber es ist halt so, wie es ist."

red, 15.10.2026, 05:50
Weitere Storys