Feuer, Gewalt, Randale

Schwere Krawalle! Erste Städte verhängen Ausgangssperre

Nach den schweren Ausschreitungen zieht Frankreich Konsequenzen. In mehreren Städten gelten nun nächtliche Ausgangssperren für Minderjährige.
19.10.2026, 18:58
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Nach den schweren Ausschreitungen und Plünderungen am Wochenende greift Frankreich zu weiteren Maßnahmen. In mehreren Städten dürfen Minderjährige nachts nicht mehr alleine auf die Straße. Damit sollen neue Gewalttaten verhindert und Geschäfte geschützt werden.

Frankreichs Premierminister Sébastien Lecornu kündigte am Montag lokale Ausgangssperren an. Die Präfekten wurden angewiesen, entsprechende Maßnahmen umzusetzen. Betroffen sind zunächst Lille, Douai, Denain und Wattignies im Norden des Landes, wie französische Medien berichten.

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Dort sollen die Beschränkungen am Montag und Dienstag jeweils von 20 bis 6 Uhr gelten. Allerdings nicht im gesamten Stadtgebiet: Laut der Präfektur Nord werden bestimmte Bereiche festgelegt. Die Ausgangssperren betreffen ausschließlich Minderjährige, die ohne erwachsene Begleitung unterwegs sind. Die genauen Regelungen werden noch ausgearbeitet.

Bürgermeister greifen bereits durch

Einige Gemeinden haben bereits eigene Maßnahmen angekündigt. In Denain wollte Bürgermeisterin Anne-Lise Dufour-Tonini zunächst eine Ausgangssperre für die gesamte Stadt mit rund 20.000 Einwohnern bis Sonntag verhängen. Am Montag schränkte sie die Regelung jedoch ein. Sie gilt nun nur noch in bestimmten Teilen der Innenstadt und für Minderjährige ohne Begleitung eines Erziehungsberechtigten oder einer anderen autorisierten erwachsenen Person.

Auch in Coulaines nahe Le Mans reagiert die Stadtverwaltung. Bürgermeister Christophe Rouillon kündigte auf Facebook an, ab Montag um 23 Uhr eine Ausgangssperre "für Minderjährige, die alleine unterwegs sind" einzuführen.

Drei Polizisten durch Schüsse verletzt

Auch im französischen Überseegebiet Guadeloupe wurden nächtliche Beschränkungen für Minderjährige angeordnet. Betroffen sind die Städte Pointe-à-Pitre und Les Abymes.

Hintergrund sind gewaltsame Zusammenstöße im Umfeld von Protesten von Schülern und der Gelbwestenbewegung gegen die hohen Lebenshaltungskosten. Dabei wurden drei Polizisten durch Schüsse verletzt. Der zuständige Präfekt verhängte daraufhin am Sonntag eine Ausgangssperre für Minderjährige.

red, 19.10.2026, 18:58