Sieben weitere Personen wurden bei dem Unglück verletzt. Das teilte die Regionalregierung der Provinz Nariño mit. Die Suche nach Verschütteten musste am Montagabend eingestellt werden. Wie 20 Minuten berichtet, war die Rettung besonders schwierig, weil das Gebiet abgelegen und nur per Boot oder Kleinflugzeug erreichbar ist.
"Dieser Notfall verdeutlicht erneut die Risiken des informellen Bergbaus", heißt es in einer offiziellen Mitteilung. "In weniger als drei Monaten sind bei zwei Mineneinstürzen in Nariño 27 Menschen ums Leben gekommen."
Der Gouverneur von Nariño, Luis Alfonso Escobar, zeigte sich tief betroffen: "Bei diesem bedauerlichen Unglück sind ganze Familien ums Leben gekommen. Das ist sehr traurig."
In Kolumbien gibt es hunderte kleine Minen, die ohne behördliche Genehmigung betrieben werden. Viele davon stehen unter der Kontrolle von Rebellengruppen. Auch rund um Santa Bárbara de Iscuandé sind zwei solcher Gruppen aktiv, darunter der Jacobo-Arenas-Block. Diese Gruppe wird von ehemaligen Farc-Mitgliedern geführt, die das Friedensabkommen mit der Regierung im Jahr 2016 abgelehnt haben.
Die kolumbianische Ombudsstelle, die sich für den Schutz der Bürgerrechte einsetzt, fordert die bewaffneten Gruppen in der Region auf, dringend humanitäre Hilfe für die betroffene Gemeinde zuzulassen.