Große Trauer im Boxsport! Der ehemalige russische Schwergewichtsboxer Denis Boytsov ist tot. Das bestätigte das Sportzentrum seiner Heimatregion Orjol. Als Todesursache soll ein gelöstes Blutgerinnsel zu seinem Tod geführt haben.
Boytsov galt lange als eines der größten Talente im Schwergewicht. Der Russe boxte unter anderem für Universum in Hamburg und Sauerland Event in Berlin. Von seinen 37 Profikämpfen gewann er 36, davon 27 vorzeitig. Im Sommer 2013 stand er sogar an der Spitze der WBO-Rangliste der Herausforderer von Weltmeister Wladimir Klitschko.
Doch der große WM-Traum zerplatzte wenige Monate später. Im November 2013 unterlag Boytsov dem Australier Alex Leapai nach Punkten und verlor damit seine aussichtsreiche Position im Titelrennen. Statt des Russen durfte Leapai gegen Klitschko antreten. Boytsov feierte danach zwar noch drei Siege, ein WM-Kampf blieb ihm aber verwehrt.
2015 nahm sein Leben eine tragische Wendung. Der damals 29-Jährige wurde schwer verletzt und bewusstlos auf den Gleisen in einem Berliner U-Bahn-Tunnel entdeckt. Mit massiven Kopf- und Handverletzungen kam er ins Krankenhaus, musste notoperiert und in ein künstliches Koma versetzt werden.
Die Folgen waren verheerend: Boytsov konnte danach weder gehen noch sprechen. Wie er damals in den Tunnel gelangte, wurde nie vollständig geklärt. Die Berliner Polizei ging nach der Auswertung von Zeugenaussagen und Videoaufnahmen von einem Unfall aus. Nun ist der einstige WM-Anwärter im Alter von nur 40 Jahren gestorben.