Der perfekte Strandtag bedeutet für viele, barfuß durch den Sand zu laufen, im Meer zu schwimmen und Sonne zu tanken. Doch abseits der Sonnenstrahlen lauern im Sand und Wasser unsichtbare Gefahren: Verschiedene Erreger können über kleine Hautverletzungen in den Körper gelangen und gesundheitliche Probleme verursachen.
Zu den wichtigsten Risiken zählen Bakterien wie Vibrio vulnificus, Staphylococcus aureus und Escherichia coli, aber auch Viren wie das Norovirus sowie Parasiten, zum Beispiel Hakenwurmlarven. Diese können Hautausschläge, Magen-Darm-Beschwerden oder sogar schwerwiegende Infektionen verursachen.
Wie die "Washington Post" berichtet, breiten sich etwa Vibrio-Bakterien, die ursprünglich auf die Golfküste der USA beschränkt waren, durch den Klimawandel inzwischen auch entlang der US-Ostküste aus. Sie können starke Wundinfektionen und im schlimmsten Fall Blutvergiftungen auslösen.
Die sogenannte Badedermatitis wird durch winzige Quallen- oder Seeanemonenlarven verursacht, die unter der Badekleidung Giftstoffe freisetzen und einen juckenden Ausschlag hervorrufen. Auch in Seen können Entenflöhe ähnliche Reaktionen auslösen. Der Hautausschlag hält meist zwischen zwei und 14 Tagen an.
Ebenfalls unangenehm ist die kutane Larva migrans, bei der Hakenwurmlarven durch Hautkontakt – etwa mit verunreinigtem Sand – einen schlangenförmigen Ausschlag an den Füßen verursachen. Die Infektion heilt in der Regel von selbst ab, da Menschen keine natürlichen Wirte für diese Parasiten sind.
Staphylococcus aureus ist laut Experten an Stränden weitverbreitet. Das Bakterium kann über offene Wunden in den Körper gelangen und Infektionen verursachen. Besonders nach Regenfällen können Badegewässer mit E. coli belastet sein – hier besteht vor allem für Kleinkinder und ältere Menschen ein erhöhtes Risiko für Magen-Darm-Erkrankungen.
Noroviren werden meist durch verunreinigte Lebensmittel übertragen, können aber auch im Meerwasser vorkommen. Bereits wenige Viruspartikel reichen aus, um eine Infektion auszulösen. Daher solltest du beim Baden möglichst kein Wasser schlucken und offene Wunden beim Schwimmen meiden. Badekleidung sollte nach dem Schwimmen gewechselt und auf Badeschuhe nicht verzichtet werden, um die Gefahr zu minimieren.