Sabotage-Anschläge geplant

Sechs Jahre Haft für Putin-Agenten in Deutschland

Das Oberlandesgericht München hat einen Mann wegen geplanter Sabotageakte im Auftrag Russlands zu sechs Jahren Haft verurteilt.
Newsdesk Heute
30.10.2025, 12:40
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Im Prozess rund um geplante Sabotageakte gegen Bahnstrecken und militärische Anlagen in Deutschland, die angeblich im Auftrag Russlands vorbereitet wurden, hat das Oberlandesgericht München den Hauptangeklagten Dieter S. zu sechs Jahren Haft verurteilt.

Am Donnerstag entschieden die Richter, dass S. wegen geheimdienstlicher Tätigkeit und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland schuldig ist.

Zwei Mitangeklagte erhielten Bewährungsstrafen: Alexander J. muss für zwölf Monate, Alexander D. für sechs Monate auf Bewährung einstehen.

Doppelstaatsbürger

Mit dem Urteil blieb das Gericht unter der Forderung der Bundesanwaltschaft. Die hatte für Dieter S. acht Jahre und acht Monate Haft verlangt und für die beiden Mitangeklagten jeweils ein Jahr auf Bewährung.

Die Verteidiger aller drei Angeklagten, die neben der deutschen auch die russische Staatsbürgerschaft besitzen, hatten auf Freispruch plädiert. S. war im April 2024 gemeinsam mit Alexander J. festgenommen worden. Zuletzt saß nur noch S. in Untersuchungshaft.

Laut Bundesanwaltschaft sollen die drei für einen russischen Geheimdienst gearbeitet haben. S. wurde darüber hinaus vorgeworfen, als Agent Sabotageakte geplant, Bahnstrecken und militärische Ziele ausspioniert und sich zur Sprengstoffexplosion sowie Brandstiftung verabredet zu haben.

Außerdem war er angeklagt, weil er ab 2014 als Kämpfer für die prorussischen Separatisten der sogenannten Volksrepublik Donezk in der Ostukraine aktiv gewesen sein soll.

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