Schluss mit veralteten Klassenzimmern! In der Seestadt entsteht bis 2028 ein Lehrlingszentrum mit eigener Shopping-Meile. Gleich sieben Berufsschulen, die aktuell noch in der ganzen Stadt verteilt liegen, werden unter einem Dach in dem High-Tech-Campus Platz finden.
Die Strukturierung in drei wesentliche Bereiche der Berufsschule sorgt dafür, dass die 350 geplanten Mitarbeiter und 2.500 durchgehend anwesenden Berufsschüler in dem riesigen Komplex nicht den Überblick verlieren. Eine Frischküche mit dazugehörigem Speisesaal sowie lichtdurchflutete Lufträume sollen ab September 2028 für einen produktiven Lern- und Arbeitsalltag sorgen.
Ein Unternehmens-Konsortium angeführt von Porr und Apleona finanziert den rund 200 Millionen Euro schweren Campus. Der Betrieb wird ebenfalls für 25 Jahre von dem Konsortium übernommen. Die Stadt Wien zahlt dafür ein jährliches "Verfügbarkeitsentgelt" von 19 Millionen, um die Kosten zu stückeln. Dies ergibt Ausgaben von 475 Millionen, in denen jedoch sämtliche Betriebskosten und Reparaturen für ein Vierteljahrhundert voll inkludiert sind.
Erdwärme sowie Photovoltaik-Anlagen auf den Flachdächern des Bildungskomplexes werden Energie generieren, um das Gebäudeklima in den Jahreszeiten zu regulieren. Der Bauprozess selbst wird optimiert, um eine Ressourcenverschwendung zu vermeiden.