Ein Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un ist nach südkoreanischen Angaben bereits nächste Woche möglich. Die Möglichkeit für ein solches Treffen während Trumps Besuch in Südkorea kommende Woche sei "erheblich", so der südkoreanische Vereinigungsminister Chung Dong Young am Freitag.
Nordkorea scheine "den Vereinigten Staaten Aufmerksamkeit zu schenken", verschiedene Anzeichen deuteten auf eine "große Wahrscheinlichkeit eines Treffens" hin, heißt es weiter.
In Südkorea findet in der kommenden Woche ein Gipfeltreffen der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) statt, an dem voraussichtlich auch Trump teilnehmen wird. Am Freitag forderte Chung beide Staatschefs auf, diese Chance nicht zu "versäumen" und "sie müssen eine Entscheidung treffen".
Erst kürzlich hatte Trump gesagt, er hoffe, Kim zu treffen, möglicherweise noch in diesem Jahr. US-Medienberichten zufolge wurde von US-Regierungsvertretern hinter verschlossenen Türen bereits über die Verwirklichung einer solchen Begegnung gesprochen.
In Trumps erster Amtszeit hatte es mehrere solcher Treffen gegeben. Zuletzt trafen sich die beiden Staatschefs 2019 zu einem Überraschungsgipfel in dem Grenzort Panmunjom in der stark gesicherten gemeinsamen Sicherheitszone zwischen Südkorea und Nordkorea.
Aus Pjöngjang heißt es, Kim sei bereit für neue Gespräche. Der Staatschef des international weitgehend isolierten Landes sagte im vergangenen Monat, er habe "gute Erinnerungen" an Trump. Gleichzeitig beharrt Nordkorea aber darauf, sein Atomwaffenprogramm beizubehalten.