Im ORF geht "Vienna Calling" über die Bühne – und für Cesár Sampson war es diesmal eine Premiere der besonderen Art. Der ehemalige "Eurovision Song Contest"-Star durfte erstmals an der Seite von Alice Tumler eine große ORF-Freitagabendshow moderieren.
Zwischen halblockeren Sprüchen und spontanen Einlagen blieb bei manchen Zusehern sicherlich das eine oder andere Fragezeichen zurück.
Als Sänger bewies Sampson 2018 mit "Nobody But You" und Platz drei beim "ESC" internationales Format – in seiner neuen Rolle als Moderator tastete er sich aber noch Schritt für Schritt vor.
Manche Gespräche mit den Acts zwischen ihren Auftritten verwirrten zum Beispiel mit Insider-Witzen: So meinte er etwa zu Lena Schaur, er würde sie "irgendwoher kennen". Nur am Rande fiel, dass sie einen Wettbewerb gewonnen hatte, durch den sich ihre Wege gekreuzt hatten – dass es sein eigener Nachwuchscontest "Soundcheck" war, wurde für das ORF-Fernsehpublikum aber erst wesentlich später von JJ aufgeklärt.
Trotz der offensichtlichen Vertrautheit betonte Sampson aber dennoch seine Neutralität und stellte klar: "Ich drücke jedem die Daumen. Ich bin ja heute niemand, der wählt." Starterin Anna-Sophie kannte er wiederum nicht, gab er zu – obwohl sie in der österreichischen Musikbranche bereits seit einigen Jahren ein gängiger Name ist und auch immer wieder in den Ö3-Charts zu finden ist.
Mit Cosmo setzte der 42-Jährige plötzlich auf eine unerwartete Tanzeinlage mit Publikumsbeteiligung. Die gut gelaunte Bamlak Werner hingegen wollte er für die Kamera mal "grantig" sehen – sie war aber nicht bereit, ihr Lächeln abzulegen.
Bei der Band Frevd eröffnete Sampson das Gespräch mit "Seid ihr Psychologen?" und wollte dann über seine "komischen Träume" sprechen – wohl ein Verweis auf den an Sigmund Freud angelehnten Bandnamen, der allerdings nicht ganz aufging. Zu Wort kommen ließ er die Gruppe bis zu seinem Abgang nicht.