Die Residenzplatzkonzerte sollen 2027 wieder Tausende Musikfans nach Salzburg locken. Schon jetzt gibt es allerdings Wirbel um die geplanten Veranstaltungen. Kritik gibt es unter anderem am geplanten Auftritt von Seiler und Speer. Gegen Christopher Seiler war 2025 wegen des Vorwurfs des Machtmissbrauchs ermittelt worden. Das Verfahren wurde nach Diversion eingestellt.
Die Bürgerliste fordert nun mehr Qualitätssicherung bei den Residenzplatzkonzerten, das berichtet der ORF.
Aus dem Büro von Bürgermeister Bernhard Auinger (SPÖ) heißt es dazu, dass die Auswahl der Künstler beim privaten Veranstalter liege. Die Stadt – so der ORF – nehme darauf keinen Einfluss. Damit werde genauso vorgegangen wie bei anderen Kulturveranstaltungen privater Veranstalter im öffentlichen Raum.
Nächster Streitpunkt: Bereits heuer wurde die "Lange Nacht der Kirchen" in Salzburg wegen der gleichzeitig stattfindenden Residenzplatzkonzerte abgesagt. 2027 gibt es erneut eine Überschneidung: Beide Veranstaltungen fallen wieder auf dasselbe Wochenende.
Die Erzdiözese Salzburg überlegt deshalb, die Lange Nacht diesmal zumindest in abgespeckter Form stattfinden zu lassen. Im Gespräch sind Veranstaltungen in mehreren Pfarren, das schreibt der ORF. Im Salzburger Dom kann wegen der Residenzplatzkonzerte hingegen nichts stattfinden.
Für die Jahre danach soll das Problem vermieden werden. Die Erzdiözese habe ihre Termine bereits an die Stadt übermittelt. Aus dem Bürgermeisterbüro heißt es, künftig solle es keine derartigen Terminkollisionen mehr geben.
Auch die Philharmonie Salzburg wandte sich an das Bürgermeisterbüro. Sie veranstaltet am selben Wochenende eine Konzertserie im Großen Festspielhaus und fürchtet Überschneidungen beim Publikum.
Die Stadt sieht darin hingegen kein grundsätzliches Problem. Mehrere Veranstaltungen zur selben Zeit würden die kulturelle Vielfalt Salzburgs zeigen. Nach Ansicht der Stadt können die Konzerte parallel stattfinden.
Auch größere Probleme bei den Parkplätzen erwartet das Bürgermeisterbüro nicht. Wie schon bisher sollen die Eintrittskarten für die Residenzplatzkonzerte eine kostenlose An- und Abreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ermöglichen.