Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kommt am Samstag zum ersten Mal seit Beginn des russischen Angriffskriegs in das traditionell mit Russland verbündete Serbien.
"Wir müssen die Serben von der Seite Russlands wegziehen", erklärte ein ranghoher ukrainischer Regierungsvertreter am Donnerstag gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Selenskyjs Besuch in Serbien sei für die Russen "ein Schlag ins Gesicht".
Selenskyj reist immer wieder in verschiedene Länder, um Unterstützung für die Ukraine zu bekommen. In Serbien war er seit seinem Amtsantritt 2019 noch nie.
Serbien gilt als eines der Länder in Europa, das Moskau am nächsten steht. Das Land hat Russland wegen des Kriegs gegen die Ukraine keine Sanktionen auferlegt und pflegt weiterhin enge Beziehungen zu Russland, vor allem im Energiebereich.
Serbiens Präsident Aleksandar Vucic hat während des Kriegs in Moskau mit Präsident Wladimir Putin Gespräche geführt, um die Zusammenarbeit und den Handel zwischen den beiden Ländern auszubauen.
Offiziell will Serbien der EU beitreten. Wegen der engen Beziehungen zwischen Belgrad und Moskau gibt es aber Bedenken in Brüssel.