Die Turbulenzen für Selma Blair (54) gehen weiter. Nach ihrer Festnahme am Flughafen JFK wurde die Schauspielerin am Montagabend einem Richter im New Yorker Stadtteil Queens vorgeführt. Die Anklage: Körperverletzung in zwei Fällen, nach New Yorker Recht ein Verbrechen. Laut US-Medien plädierte Blair auf nicht schuldig.
Der Richter setzte eine Kaution von 20.000 Dollar in bar oder 60.000 Dollar per Bürgschaft fest. Blair kam frei, muss aber am 19. Jänner 2027 erneut vor Gericht erscheinen.
Die Anklagepunkte betreffen allerdings nicht den Vorfall im Flugzeug selbst, sondern das, was danach passiert sein soll. Laut Staatsanwaltschaft soll Blair im Rettungswagen einen Polizisten getreten haben, der danach über starke Schmerzen in der Brust klagte. Im Spital soll sie dann eine Krankenschwester attackiert haben, als diese sie auf einer Trage festschnallen wollte.
Für das, was an Bord passiert sein soll, droht ihr ein eigenes Verfahren. Das FBI stellte der "Natürlich blond"-Darstellerin eine Vorladung wegen Körperverletzung an Bord eines Flugzeugs zu. Auf dem Delta-Flug von Los Angeles nach New York soll Blair in der Nacht auf Montag versucht haben, mitten im Flug die Tür zu öffnen. Eine Flugbegleiterin soll sie geschlagen, eine andere gebissen haben. Die Crew musste sie fixieren.
Ihr Team spricht von einem medizinischen Notfall. "Selma hatte einen medizinischen Notfall, der zu dem vorgeworfenen Verhalten geführt hat", erklärte ein Sprecher. Sie sei nach der Landung sofort behandelt worden und in stabilem Zustand. Welcher Art der Notfall war, ließ er offen. Blair macht seit ihrer Diagnose 2018 offen ihre Multiple-Sklerose-Erkrankung öffentlich.
Es gilt die Unschuldsvermutung.