Wie die Polizei mitteilt, hat ein etwa 80-jähriger Senior möglicherweise jahrzehntelang unter unmenschlichen Verhältnissen in einem Keller in Helsinki gelebt. Die Beamten fanden den Mann bei der Durchsuchung eines Einfamilienhauses in der finnischen Hauptstadt.
Er befand sich in schlechter körperlicher Verfassung und hatte in dem fensterlosen Raum keinen Zugang zu einer Toilette. Weder konnte er sich waschen noch Essen zubereiten. Das teilte die Polizei mit.
Die ersten Ermittlungen haben ergeben, dass der Mann vor mehreren Jahrzehnten im Keller eingezogen war. Die Polizei hat bereits zwei Männer und eine Frau festgenommen, die jeweils 60 Jahre alt sind und in Helsinki leben.
Die Tatverdächtigen seien nicht mit dem Opfer verwandt, kannten ihn aber schon lange, sagte der Leiter der Ermittlungen, Jari Korkalainen, dem Sender "Yle".
In der Polizeimitteilung hieß es darüber hinaus, man versuche nun herauszufinden, ob Bewohner des Hauses, in dem der ältere Mann gefunden wurde, Menschenhandel begangen haben, indem sie die Abhängigkeitssituation des Mannes ausnutzten und ihn entwürdigenden Lebensbedingungen aussetzten. Das Motiv der Tatverdächtigen könnte finanzielle Bereicherung gewesen sein.