"Anschlag auf Bürgerbüro"

Scheiben zerstört – FPÖ ortet politisch motivierte Tat

Bei der Salzburger FPÖ herrscht Fassungslosigkeit. Bei ihrem Bürgerbüro in der Gabelsbergerstraße wurden die Fenster eingeschlagen.
Newsdesk Heute
21.01.2026, 08:19
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Bei der Salzburger FPÖ herrscht derzeit große Aufregung. Der Grund: ein Angriff auf deren Bürgerbüro in der Gabelsbergerstraße. Laut Landeshauptfrau-Stellvertreterin Marlene Svazek (FPÖ) seien dort Fensterscheiben eingeschlagen worden. Der Freiheitlichen zufolge sei dies ein Zeichen für "die zunehmende Verrohung der politischen Debatte" in Österreich.

Für Svazek sei dies keine Sachbeschädigung mehr, "sondern politisch motivierte Gewalt". In einer Aussendung betonte die Landesparteiobfrau, dass wenige Tage zuvor "öffentlichkeitswirksam nach Reaktionen gegen die FPÖ verlangt" worden sei.

"Mediale Diffamierungskampagne"

Svazek sprach von einer "medialen Diffamierungskampagne", deren Anlass ein Austausch ihrer Partei mit der AfD-Fraktion aus dem deutschen Bundesland Sachsen-Anhalt gewesen sei. Im Vorfeld dieses Treffens habe es eine Kampagne seitens der SPÖ, den Grünen und den Kommunisten gegen die FPÖ gegeben.

Für die nunmehrige Straftat an dem Büro machte die Freiheitliche auch die Medien verantwortlich. Dabei dreht es sich offenbar um einen Artikel der "Salzburger Nachrichten" mit dem Titel: "Kuscheln mit und Kuschen vor Rechten". Dieser enhielt auch eine Karikatur, mit der laut Svazek "bewusst Stimmung gemacht und Hass geschürt" werde.

Vorfall angezeigt

"Wer ständig Öl ins Feuer gießt, ermutigt radikale Kräfte", so die FPÖ-Politikerin. Zudem beklagte die Freiheitliche, dass "Gewalt" gegen ihre Partei "in Teilen der Öffentlichkeit stets relativiert oder stillschweigend hingenommen werde". Für Svazek sei dies "linker Extremismus, der sich durch Schweigen seine Legitimation erheischt"

Seitens der Salzburger FPÖ teilte man gegenüber "Heute" mit, dass man den Vorfall bereits bei der Polizei angezeigt habe. Diesbezüglich hofft Svazek auf eine rasche Aufklärung und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung. Sie betonte, dass es ein solches Vorgehen gegen die Blauen in Salzburg noch nie gegeben hätte.

Schüsse auf Grünen-Lokal im Dezember 2025

Angriffe auf Büros politischer Parteien sind hierzulande aber leider keine Seltenheit. Erst im Dezember des Vorjahres schockierte ein Vorfall aus Hollabrunn in Niederösterreich. Damals wurde unter anderem auf ein Parteilokal der Grünen geschossen – "Heute" berichtete.

Zuvor traf es jedoch auch eine Moschee des Vereins der Albanischen Muslime und einen Pkw, der rund eineinhalb Kilometer davon entfernt parkte.

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