Dass Herbert Kickl in seiner Freizeit gerne klettert, ist bekannt. Weniger bekannt war bisher, dass er 2020 einer von drei Bergsteigern war, die die Kletterroute "Geheiner Schwob" am Hochschwab in der Steiermark als erstes begangen hatten.
So richtig bekannt wurde dieser Umstand im März 2025. Damals wurden Fotos einer Sabotage-Aktion von linken Aktivisten auf dieser Route veröffentlicht. Konkret ist zu sehen, wie die Sicherungs-Bohrhaken mit einem Winkelschleifer entfernt wurden. Auf der entsprechenden Website hieß es dazu: "Faschisten aus dem Gebirge jagen."
Es folgten eine Anzeige und die Einleitung von Ermittlungen. Der FPÖ-Landtagsklub in der Steiermark lobte 1.000 Euro für sachdienliche Hinweise zu den mutmaßlichen Tätern aus.
Den Behörden dürften die jedenfalls vorliegen. Darauf lässt die Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage von FPÖ-Nationalratsmandatar Sebastian Schwaighofer durch Justizministerin Anna Sporrer (SPÖ) schließen. Darin heißt es: "Die Staatsanwaltschaft Leoben führt seit 19. März 2025 ein Ermittlungsverfahren wegen §125 StGB und §127 StGB (Sachbeschädigung und Diebstahl, Anm.) gegen zwei namentlich bekannte Personen und einen unbekannte Täter."
Die Ministerin betont gleichzeitig, dass das Ermittlungsverfahren derzeit noch nicht abgeschlossen ist. Mehr Informationen gibt sie nicht preis. Denn: "Der grundrechtlich abgesicherte Schutz der Persönlichkeitsrechte und des Datenschutzes sowie der Schutz der Rechtspflege (Ermittlungsgefährdung) steht einer Bekanntgabe von Details zu den Verfahrensbeteiligten, einzelnen Ermittlungshandlungen und konkreten Inhalten der ermittelten Sachverhalte entgegen."
Schließlich verweist Sporrer noch auf die Zusammenarbeit mit dem Innenministerium und anderen Sicherheitsbehörden. Derzeit bestehe aber "aus fachaufsichtsbehördlicher Sicht für allfällige Maßnahmen im justiziellen Bereich kein Anlass".