FPÖ spricht von "Arroganz"

Bim-Fahrer beschimpft? Aufregung um Grazer Neos-Chef

Der Chef der Grazer Neos soll vor eine Bim gesprungen sein und den Fahrer beleidigt haben. Bei der FPÖ sorgt der Vorfall für Empörung.
Newsdesk Heute
20.01.2026, 14:24
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Eklat um einen Grazer Stadtpolitiker! Die Rede ist vom Neos-Gemeinderat und Bürgermeisterkandidaten Philipp Pointner. Er soll laut einem Bericht der "Krone" vor eine anfahrende Straßenbahn gesprungen sein und dann den Fahrer wüst beschimpft haben, da dieser ohne ihn losfahren wollte.

Augenzeugen berichten von Streit

Doch was war genau passiert? Der Vorfall soll sich gemäß dem Bericht in Mariatrost zugetragen haben. Dort sorgt derzeit eine Baustelle in der Hilmteichstraße für Chaos im Schienenersatzverkehr. Wie viele andere Personen war auch Pointner dort mit einem Ersatzbus angekommen und wollte dann in die Bim umsteigen. Der Fahrer machte ihm jedoch vor der Nase die Tür zu – auch "Heute" berichtete.

Augenzeugen zufolge soll der Neos-Politiker dann vor das Schienenfahrzeug gesprungen sein – dieses hätte daraufhin eine Notbremsung durchführen müssen. Was folgte, war eine laute Auseinandersetzung zwischen dem Fahrer und dem Gemeinderat.

Diese Darstellung der Ereignisse wird von Pointner zurückgewiesen. Die Bim war nur 1 bis 3 km/h schnell, von einer Notbremsung könne also keine Rede sein. Auch die angeblichen Beschimpfungen bestreitet der Politiker gegenüber der "Krone". Einige Leute hätten sich sogar bei ihm bedankt.

FPÖ nimmt Meinl-Reisinger in die Pflicht

Nun hat der Vorfall auch bei der politischen Konkurrenz hohe Wellen geschlagen. FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz wirft Pointner in einer Aussendung die Gefährdung von Menschen vor. Des Weiteren sei die Aktion ein unfassbarer "Akt der Arroganz und Geringschätzung gegenüber der arbeitenden Bevölkerung" gewesen, polterte der Freiheitliche. Für Schnedlitz sei hier eine Grenze überschritten worden.

"Ein Politiker, der durch sein rücksichtsloses Verhalten eine Notbremsung provoziert, einen Straßenbahnfahrer nötigt und sich dann noch als Opfer inszeniert, ist für jedes öffentliche Amt eine Schande", so der FPÖ-General. Ihm zufolge sei nun die pinke Parteichefin Beate Meinl-Reisinger gefordert. Sie solle dafür sorgen, dass Pointner zurücktritt oder selbst den Hut nehmen, fordert der Blaue.

Für Schnedlitz sei der Vorfall "symptomatisch für die gesamte Neos-Partei". Er warf dem politischen Mitbewerber ein "Herrenmenschen-Gehabe" vor, welches sich "wie ein rosa-roter Faden durch die ganze Partei" ziehe. Laut Schnedlitz würden die Pinken denken, dass sie "über dem Gesetz und dem Anstand" stehen. An Außenministerin Meinl-Reisinger richtete er die Forderung, sich "weniger um die Ukraine und mehr um die verhaltensauffälligen Funktionäre in ihrer eigenen Partei kümmern" sollte.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 20.01.2026, 15:31, 20.01.2026, 14:24
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