Derzeit sind in Österreich sechs Geschlechter offiziell anerkannt: männlich, weiblich, divers, inter, offen oder keine Angabe. Schon direkt nach der Geburt ist im Eltern-Kind-Pass eines von sechs auszuwählen und einzutragen – ein Umstand, der überfordern kann.
Jetzt wird das gelbe Papierheft durch einen elektronischen Eltern-Kind-Pass abgelöst. Ein komplexes Projekt, dessen Abschluss von Anfang 2026 auf 1. Oktober 2026 verschoben wurde. Im Zuge der Überarbeitung wurden natürlich auch Ärzte eingebunden, wodurch es zu einer entscheidenden Änderung kommt.
Diese Gespräche mit Ärzten waren im Rahmen der Neueinführung des digitalen Eltern-Kind-Passes stets geplant.
Bei den Geschlechtern sind "Heute"-Infos zufolge künftig nur mehr drei statt sechs Felder auszuwählen. "Divers", "inter" und "keine Angabe" werden gestrichen, es bleiben nur "männlich", "weiblich" und "offen" übrig.
Damit trage man der biologischen Realität bei der Geburt Rechnung, und diese beschränke sich eben auf diese drei Optionen. Das soziale Geschlecht ist freilich eine andere Frage.