Der Vertrag von David Alaba bei seinem Ex-Klub Real Madrid ist mit Ende der letzten Saison ausgelaufen. Der Wiener war seither vereinslos, suchte wochenlang einen neuen Verein. Und hat diesen offenbar gefunden. Etwas überraschend handelt es sich dabei um Udinese Calcio, den Tabellen-13. der Serie A. Und ein Klub, der bisher noch keine nennenswerten Erfolge gefeiert hatte.
Am Mittwoch ist es jedenfalls konkret geworden. Erst hatte der Transfer-Experte Fabrizio Romano die Meldung über das Udinese-Interesse in die Welt gesetzt, dann ging es ganz schnell. Wenig später tauchten Videoaufnahmen auf, die Alaba beim Medizincheck in der renommierten Sportklinik Villa Stuart in Rom zeigen. Nach dem Abschluss dieser obligatorischen Untersuchung soll dann der Vertrag unterschrieben werden.
Eine offizielle Bestätigung vonseiten des Klubs oder des Spielers steht noch aus. Udinese postete lediglich einen im Lichtkegel stehenden weißen Klappstuhl. Alaba war für seinen "Klappstuhl-Jubel" nach dem Champions-League-Triumph 2022 mit Ex-Klub Real Madrid gefeiert worden.
Romano nannte gleich auch einige Details zum Sensationswechsel des 34-Jährigen. Demnach soll es sich um einen Einjahresvertrag handeln, also bis Sommer 2027 – ob eine Option auf eine weitere Saison enthalten ist, ist nicht bekannt. Klar ist dem Bericht zufolge lediglich, dass der aktuell nicht für das ÖFB-Team einberufene Nationalteam-Kapitän ein "moderates Gehalt" kassieren solle – was auch immer das heißt. Alabas Bezüge dürften jedenfalls deutlich unter seinem letzten Gehalt bei Real Madrid in der Höhe von kolportierten 22,5 Millionen Euro liegen. Wenn es ihm ums Geld gegangen wäre, dann wäre er in den arabischen Raum gewechselt, hatte Romano weiter erklärt.
Der bekannte italienische Transfer-Experte nannte auch weitere Details. Demnach habe Alaba bereits im Frühjahr klargemacht, dass er künftig in Italien spielen wolle. Dies habe er auch seinen Agenten mit auf den Weg gegeben. So hätte Juventus Turin kein Interesse gezeigt, Napoli Benoit Badiashile bevorzugt, Milan bereits im Mai abgewunken und Inter Mailand schlichtweg keinen Innenverteidiger gesucht. Demnach hätte jüngst Atalanta Bergamo ein Auge auf Alaba geworfen, sich letztendlich aber dagegen entschieden.
Dadurch sei schließlich Udinese zum Zug gekommen und habe den Wechsel schnell vorangetrieben.
Nun wartet ganz Fußball-Österreich auf die Vollzugsmeldung.