Der ÖFB-Teamchef hat seinen ersten Nationalteam-Kader nach der WM 2026 kräftig umgekrempelt: Zehn Spieler aus dem Aufgebot des Großereignisses sind nicht mehr mit dabei, dafür holte der Deutsche neun Neue in den Kader. Das zeigt eindeutig, dass Rot-Weiß-Rot nach der WM-Ernüchterung mit mageren Auftritten und dem WM-Aus im Sechzehntelfinale in eine neue Ära startet.
Der zurückgetretene Marko Arnautovic, der vereinslose David Alaba, die verletzten Konrad Laimer und Christoph Baumgartner sowie Marcel Sabitzer, der eine Pause einlegt, sind allesamt nicht mit dabei. Damit fehlen rund eine halbe Startelf, die designierten Kapitäne und Führungsspieler. Deshalb ist es besonders spannend, wen der ÖFB-Teamchef beim Nations-League-Auftakt am Donnerstag in Linz (20.45 Uhr) aufstellen wird.
Zwar dürfte Rangnick seine Startelf schon im Kopf haben, allerdings machte der ÖFB-Teamchef daraus ein großes Geheimnis, nannte nur zwei Positionen: den Stürmer und die Nummer eins im Tor.
Ganz vorne wird nämlich Augsburg-Legionär Michael Gregoritsch beginnen. Der ist nicht nur in Topform, sondern auch einer der routiniertesten Spieler und wird deshalb auch der Kapitän gegen Israel sein, wie Coach Rangnick am Mittwoch erklärte. Gregoritsch werde die Binde tragen, "weil er von Anfang an spielt". Mehr ließ sich der Deutsche nicht entlocken.
Ebenso festgelegt hat sich der 68-Jährige auch im Tor. Rangnick baut weiterhin auf Alexander Schlager, der mittlerweile bei Werder Bremen unter Vertrag steht, dort allerdings die Nummer zwei ist. "Ich sehe darin kein Problem. Er hat eine richtig gute WM gespielt, für Werder Bremen auch im Pokal gespielt. Deswegen kann ich schon vorwegnehmen: Er wird morgen bei uns spielen", erklärte Rangnick, schob dann aber gleich hinterher: "Als Dauerlösung müssen wir dann schauen, was es bedeutet. Es gibt eine Konkurrenzsituation. Wir haben bewusst die beiden Jungen (Christian Zawieschitzky und Lukas Jungwirth, Anm.) dazu genommen", so der Deutsche. Florian Wiegele würde ohnehin stets gute Leistungen zeigen. "Morgen wird Alex spielen, was es dann für die nächsten Spiele bedeutet, werden wir sehen", so der 68-Jährige weiter.
Ein echtes Luxusproblem besteht in der Innenverteidigung. Da gibt es beinahe ein Überangebot. Allerdings aber auch nur zwei Linksfüße im Kader: Marco Friedl und Maximilian Wöber. "Mir ist es grundsätzlich lieber, einen Links- und einen Rechtsfuß zu haben. Es hängt aber auch von der Form ab. Wir haben aber auch gute Spiele mit zwei Rechtsfüßen gespielt. Wir haben geschaut, dass morgen die auflaufen, die den besten, frischesten, athletischsten Eindruck gemacht haben", so der 68-Jährige.