Früher Schock im Schwimmbad Frutzau in Sulz: Gegen 5.30 Uhr schlug ein Sensor in der Dosieranlage Alarm. Im Raum war die Chlorgas-Konzentration deutlich erhöht.
Die Feuerwehren Sulz und Tosters rückten aus. Die Feuerwehr Tosters ist als Gefahrgut-Stützpunkt für den Bezirk Feldkirch speziell für solche Einsätze ausgerüstet.
Die Ursache war schnell gefunden: Offenbar waren Chlorgas-Flaschen undicht. Feuerwehrleute mussten deshalb besonders vorsichtig vorgehen.
"Mit unseren Messgeräten haben wir die Gas-Konzentration gemessen und in weiterer Folge einen Feuerwehr-Mitarbeiter mit gasdichtem Chemikalien-Schutzanzug in den Raum geschickt, um die Flaschen zu verschließen", schilderte Kommandant Daniel Peter gegenüber dem ORF Vorarlberg.
Nach wenigen Minuten waren die Flaschen verschlossen. Anschließend wurde der Raum gründlich gelüftet.
Chlorgas ist hochgiftig und kann unter anderem schwere Reizungen der Atemwege und der Haut verursachen. Für die Bevölkerung bestand laut Feuerwehr jedoch keine Gefahr.
Der Austritt habe sich auf den Raum der Dosieranlage beschränkt. Auch die gemessene Konzentration sei nicht hoch genug gewesen, um Menschen außerhalb des Raumes zu gefährden.
Gegen 7.30 Uhr war der Feuerwehreinsatz beendet. Rund zwei Stunden später konnte das Schwimmbad wieder öffnen.
Es war bereits der zweite Chlorgas-Zwischenfall in einem Vorarlberger Schwimmbad in diesem Sommer. Ende Juni war es im Walgaubad Nenzing zu einem ähnlichen Vorfall gekommen.