500 Euro pro Person

Ganzes Dorf legt jetzt für neues Gasthaus zusammen

Seit einem Jahr hat Meiningen kein Dorfgasthaus mehr. Jetzt nehmen die Bewohner die Sache selbst in die Hand und sammeln 500.000 Euro.
Österreich Heute
25.08.2026, 15:07
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Den Bewohnern von Meiningen in Vorarlberg fehlt seit einem Jahr das "zweite Wohnzimmer". Der Ort hat schon länger kein Dorfgasthaus.

Thomas Muther und Architekt Ulrich Feistenauer wollen dagegen ankämpfen. Sie wollen mit Hilfe der anderen Bewohner ein neues Gasthaus ermöglichen, das berichtet der ORF. Das Genossenschaftsprojekt "Frenerhus" wurde mit diesem Ziel ins Leben gerufen.

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"Was uns fehlt, ist ein zentral gelegener Treffpunkt, an dem die Menschen etwas trinken, jassen oder sich einfach unterhalten können", sagt Organisator Muther im ORF.

Ein Anteil kostet 500 Euro

Das Prinzip ist einfach: Wer sich an der Genossenschaft beteiligen möchte, kann um jeweils 500 Euro Anteile am "Frenerhus" erwerben.

Das Ziel ist durchaus ambitioniert. Bis Ende des heurigen Jahres sollen auf diesem Weg 500.000 Euro zusammenkommen. Rund drei Viertel der benötigten Summe sind bereits geschafft.

"Wir sind grundsätzlich zufrieden, wissen aber auch, dass das letzte Drittel das schwierigste wird. Darum sind wir über alle froh, die mitmachen", sagt Muther dem ORF.

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Wenn die halbe Million zusammenkommt, soll das Geld in den Um- und Ausbau des rund 120 Jahre alten "Frenerhus" direkt neben der Kirche fließen.

Genossenschaft sucht später einen Wirt

Die Bewohner sollen das Lokal allerdings nicht selbst führen. Dafür soll ein Wirt gefunden werden. Feistenauer: "Wir sind keine Gastronomen. Wir bauen ein Gebäude und verpachten es dann an einen Wirt. Und mit der Pacht, die wir so erwirtschaften, tilgen wir den Kredit, den wir aufnehmen werden müssen."

Geplant ist nicht nur ein klassisches Gasthaus. Das "Frenerhus" soll auch einen Gastgarten, einen Spielplatz und eine Eisdiele bekommen. Läuft alles nach Plan, könnte 2028 mit dem Bau begonnen werden.

Immer weniger klassische Dorfgasthäuser

Das Projekt trifft einen wunden Punkt in der Vorarlberger Gastronomie. Klassische Dorfgasthäuser werden immer seltener. Vor zwei Jahren beschloss das Land deshalb den sogenannten "Wirtshauspakt", der ursprünglich jährlich 500.000 Euro Unterstützung vorsah.

Aktuell gibt es nach Angaben der Wirtschaftskammer 152 Dorfgasthäuser in Vorarlberg und damit auf dem Papier etwa zehn mehr als vor zwei Jahren.

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