Mit dem Brennerbasistunnel gibt es nun erstmals eine durchgehende, rund 55 Kilometer lange Eisenbahntunnelröhre zwischen Innsbruck (Tirol) und Franzensfeste (Südtirol, Italien).
Die Tunnelbohrmaschine „Wilma“ hat heute (25. August) den letzten Durchschlag im Baulos H53 Pfons-Brenner erreicht.
Bereits vor einem Jahr wurde der Durchschlag des Erkundungsstollens als Meilenstein gefeiert, als Italien und Österreich erstmals unterirdisch miteinander verbunden wurden. Ende Juli dieses Jahres folgte der Zusammenschluss der beiden Haupttunnelröhren unter dem Brennerpass.
Wie die Südtiroler Wirtschaftszeitung berichtet, hat die BBT-Gesellschaft nun bestätigt, dass mit dem heutigen Tag erstmals eine Haupttunnelröhre über die gesamte Länge fertiggestellt ist.
„Wilma“ ist eine 180 Meter lange Tunnelbohrmaschine mit einem Bohrdurchmesser von 10,37 Metern und einem Gewicht von 2.700 Tonnen.
Sie wurde im September 2024 in Betrieb genommen und hat in den vergangenen zwei Jahren eine 7,4 Kilometer lange Strecke in Richtung Nachbarbaulos H41 Sillschlucht-Pfons vorgetrieben.
Die Maschine stieß während der Arbeiten mehrfach auf geologische Störzonen, in denen sich die Eigenschaften des Gebirges innerhalb weniger Meter stark veränderten.
Trotz dieser Herausforderungen wurde der Durchschlag nun erfolgreich gemeistert.
Mit der Fertigstellung der durchgehenden Tunnelröhre ist ein wichtiger Schritt für die längste unterirdische Eisenbahnverbindung der Welt geschafft.
Der Brennerbasistunnel soll künftig den Schienenverkehr zwischen Österreich und Italien deutlich beschleunigen und den Güterverkehr von der Straße auf die Schiene verlagern.