Er spricht von "Wunder"

Serben-Wadsak aufgeregt: "Gab es seit 112 Jahren nicht"

Meteorologe Ivan Ristić sorgt mit einer ungewöhnlichen Beobachtung für Aufsehen. Daraus zieht er nun auch Schlüsse für den Winter.
Heute Entertainment
26.09.2026, 12:29
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Erst der erste Schnee im September, dann wieder bis zu 27 Grad und jetzt ein Wetterphänomen, das es laut Meteorologe Ivan Ristić seit mehr als einem Jahrhundert nicht gegeben haben soll.

Der serbische Wetter-Mann blickt diesmal allerdings nicht auf den Balkan, sondern Tausende Kilometer weiter westlich. Auf den Atlantik.

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Dort verlief die Hurrikansaison bis weit in den September hinein außergewöhnlich ruhig. Bis zum 21. September hatte sich nach Ristićs Angaben im Atlantik noch kein tropischer Wirbelsturm zum Hurrikan entwickelt.

Seine historische Einordnung sorgt für Aufsehen: Zuletzt soll das im Jahr 1914 und damit vor 112 Jahren passiert sein.

Wetter-Mann spricht von "Naturwunder"

Ristić selbst findet für die ungewöhnliche Situation drastische Worte und spricht sogar von einem "Naturwunder".

Auf seinen sozialen Netzwerken teilte er eine entsprechende Auswertung und schrieb dazu sinngemäß: Erstmals seit 1914 sei der Atlantik bis zu diesem Zeitpunkt ohne Hurrikan geblieben.

Dann wird es für Europa interessant.

Denn Ristić verbindet die ungewöhnlich ruhige Situation über dem Atlantik mit seiner Langfristprognose für den kommenden Winter.

Seine Ansage: "Übersetzt heißt das: Der Winter bei uns verspricht einiges."

Kommt jetzt ein harter Winter?

Ristić erwartet in den kommenden Monaten häufiger Kaltlufteinbrüche auf dem Balkan. Eine wichtige Rolle spielt in seiner Prognose ein kräftiges sibirisches Hochdruckgebiet.

Durch Blockierungen über dem Atlantik könne sich dieser sogenannte Sibirische Antizyklon leichter Richtung Europa ausbreiten. Damit steigt nach seiner Einschätzung die Wahrscheinlichkeit, dass kalte Luftmassen aus Russland und Sibirien bis auf den Balkan vordringen.

Bereits für November sieht Ristić erste Chancen auf Schnee in tieferen Lagen. In kalten Jahren könne dieser schon Anfang November fallen.

Deutlich interessanter wird es laut seiner Langfristprognose in der zweiten Monatshälfte. Rund um den 26. November erwartet er häufiger Schneefälle auch in niedrigeren Regionen.

Schnee in ganz Serbien?

Auch Dezember und Jänner könnten laut Ristić deutlich winterlicher ausfallen.

Seine derzeitigen Berechnungen zeigen insbesondere für den Jänner reichlich Niederschlag und Schnee. Für Teile Serbiens rechnet er sogar mit größeren Schneemengen.

Sein Fazit fällt entsprechend deutlich aus: "Im Großen und Ganzen erwartet uns Schnee in ganz Serbien und wir werden einen richtigen Winter genießen können."

Noch handelt es sich allerdings um eine Langfristprognose. Wie streng oder schneereich der Winter tatsächlich wird, lässt sich Monate im Voraus nicht verlässlich im Detail bestimmen.

Auch aus einer ungewöhnlich ruhigen Hurrikansaison im Atlantik folgt nicht automatisch ein harter Winter auf dem Balkan. Selbst Medien, die Ristićs Einschätzung aufgreifen, weisen darauf hin, dass sich aus der bislang fehlenden Hurrikanaktivität keine direkte Winterprognose ableiten lässt. Zudem läuft die atlantische Hurrikansaison noch bis Ende November.

Ungewöhnlich bleibt die Situation dennoch: 112 Jahre nach 1914 erlebt der Atlantik laut Ristić wieder einen derart späten Start ohne Hurrikan – und der Wetter-Mann blickt deshalb besonders gespannt auf den kommenden Winter.

red,26.09.2026, 12:29