Vom Altweibersommer direkt zurück in Richtung Winter? Meteorologe Ivan Ristić zeigt sich von einer neuen Berechnung des europäischen Wettermodells ECMWF selbst überrascht.
Aktuell herrscht in Serbien noch einmal richtig angenehmes Herbstwetter. Die Temperaturen steigen auf bis zu 26 Grad, auch in den kommenden Tagen sind verbreitet 21 bis 26 Grad möglich.
Doch bereits am kommenden Wochenende könnte sich das Wetter komplett drehen.
"Das operative ECMWF-Modell hat mich heute Morgen mit seiner Prognose überrascht", erklärt Ristić. Für den 3. und 4. Oktober zeige die aktuelle Berechnung einen Höhentiefdruckkomplex und einen Vorstoß kalter Luft aus Osteuropa.
Ristić nennt das Szenario ziemlich drastisch den ersten möglichen Besuch der "Bestie aus dem Osten".
Gemeint ist damit ein kräftiger Vorstoß sehr kalter kontinentaler Luft aus östlicher Richtung. Noch ist allerdings keineswegs sicher, dass es tatsächlich dazu kommt.
"Derzeit sind die Chancen gering, dass sich das verwirklicht", räumt Ristić selbst ein. Die Berechnung erinnere aber daran, dass der Herbst immer weiter voranschreitet und der Winter näher rückt.
Und der Wetter-Mann blickt bereits weiter voraus. Für die zweite Oktoberhälfte hält Ristić zunehmend kräftigere Kaltlufteinbrüche für möglich.
Dann könnten sogar auf niedrigeren Bergen wie Zlatibor, Tara oder Divčibare die ersten Schneeflocken auftauchen.
Auf Kopaonik und Golija ist der erste Schnee der Saison bereits gefallen. Noch vor wenigen Tagen lagen dort die Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt.
Nun zeigt das Thermometer am Balkan wieder mehr als 25 Grad – und gleichzeitig taucht in den Wetterkarten bereits die nächste Winter-Gefahr auf.
Ob die "Bestie aus dem Osten" tatsächlich Anfang Oktober zuschlägt, werden erst die kommenden Modellläufe zeigen.