"Wenn ich rauche"

Sidrit Vokshi: Song über seine Trennung soll zum ESC

Manche Geschichten schreibt nicht der ESC. Sie passieren einfach. Sidrit Vokshi erlebte in den letzten Wochen und Monaten eine Achterbahn der Gefühle.
Heute Entertainment
30.01.2026, 13:05
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Der 36-jährige Wiener gehört zu den zwölf Acts, die am 20. Februar 2026 beim ORF-Vorentscheid "ESC – Vienna Calling" um das Ticket zum Eurovision Song Contest kämpfen. Und doch fühlt sich sein Weg dorthin fast unwirklich an. Denn eigentlich war Sidrit schon draußen.

"Es war eine Achterbahn der Gefühle", erzählte Sidrit Vokshi bereits im Gespräch mit "Heute". Zuerst die Absage. Dann die Akzeptanz, dass es vorbei ist. Und plötzlich ein Anruf, der doch wieder alles veränderte.

Weil Kandidatin Tamara Flores zurückzog, rückte Sidrit nach. Der Moment? Skurril: Er war gerade 900 Kilometer entfernt in Köln und bereitete auf einem Weihnachtsmarkt Spätzle zu.

Doch wer glaubt, Sidrit sei nur zufällig hier, täuscht sich gewaltig.

Er will nicht "nur der Nachrücker" sein

Denn dieser Mann trägt Musik nicht nur in den Händen – sondern im ganzen Körper. Sidrit ist ein begnadeter Pianist mit absolutem Gehör. Einer, der Töne nicht spielt, sondern fühlt. Im wahrsten Sinne des Wortes. Denn im Gespräch mit "Heute" erklärt er, dass er Töne tatsächlich sieht. Jedes noch so kleine Geräusch im Hintergrund kann er benennen.

Seine Geschichte beginnt übrigens nicht auf einer Bühne, sondern im Flüchtlingsheim Traiskirchen. Dort erlebte er einen Moment, der ihn bis heute prägt. Er entdeckte einen CD-Player: "Ich habe auf Play gedrückt und Maria Bill gehört. Ich habe kein Wort verstanden, aber alles gefühlt."

Nun veröffentlicht Sidrit seine neue Single "wenn ich rauche" – jenen Song, mit dem er auch beim ESC-Vorentscheid antritt. Ein Lied über innere Unruhe, Nähe und doch Distanz. Über Nächte, in denen man vor sich selbst davonläuft. Über Bars, Gedanken, Stille. Kurz gesagt: Über seine eigene Trennung.

Obwohl er mit seiner Lederjacke und Größe fast schon bedrohlich wirkt, ist der Sänger das komplette Kontrastprogramm. Musikalisch setzt Sidrit auf radikale Reduktion: kein Bombast, kein Effektfeuerwerk. Nur Klavier. Nur Stimme. Und seine ehrliche Geschichte.

Dabei geht es Sidrit nicht um Konkurrenz oder Platzierungen. Sondern um das, was bleibt. "Ich will nicht nur der Nachrücker sein", sagt er. "Ich will den Zuschauern einen magischen Moment bieten."

Ob ihm das gelingt, entscheidet sich am 20. Februar live im ORF.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 31.01.2026, 09:10, 30.01.2026, 13:05
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