Sie kamen mit Auto, Seil und einem Ziel: so viel Bargeld einstecken, wie nur möglich. Ein Mitglied einer international agierenden Bankomaten-Bande stand am Montag in Wels vor Gericht. Der Grund: ein spektakulärer Coup in Sattledt (Bez. Wels-Land) im Jahr 2018.
Damals hatten sich die Täter ein Auto in Nußbach (Bez. Kirchdorf) geschnappt – und rissen damit mitten in der Nacht einen Geldautomaten einfach aus der Wand. Das Beutestück landete am nächsten Morgen rund 30 Kilometer entfernt in Sankt Marien (Bez. Linz-Land) – allerdings komplett geleert.
Über DNA-Spuren wurde dann ein 51-jähriger Rumäne ausgeforscht, der auch kein Unbekannter mehr war. Er war schon zuvor wegen schweren Einbruchs verurteilt worden – jetzt musste er sich erneut vor dem Landesgericht verantworten.
Das rechtskräftige Urteil am Montag: 18 Monate Zusatzstrafe obendrauf – zusammen mit einem früheren Urteil vom Landesgericht Korneuburg (Niederösterreich) kommt er nun auf drei Jahre unbedingt. Außerdem muss er 5.000 Euro an Beute zurückzahlen.
Schon Anfang des Monats musste sich ein Bankomatsprenger in Linz vor Gericht verantworten. Der 26-Jährige wurde beschuldigt – gemeinsam mit zwei mutmaßlichen Mittätern – zwischen Juni und Juli 2024 Geldautomaten in insgesamt vier Banken in die Luft gejagt zu haben.
Wenn es um Bankomaten geht, zeigen die Gerichte keine Gnade: Auch er bekam keinen Freispruch. Der 26-Jährige fasste eine saftige Haftstrafe von drei Jahren und drei Monaten unbedingt.