Ski-Star Aleksander Aamodt Kilde (34) erlebt den nächsten schweren Rückschlag seiner Karriere. Nach einem Achillessehnenriss fällt der Norweger für die gesamte kommende Weltcup-Saison aus. Jetzt spricht der ehemalige Gesamtweltcupsieger erstmals offen über seine Gedanken an ein Karriereende.
"Natürlich habe ich darüber nachgedacht, ob ich überhaupt noch weitermachen möchte", gesteht Kilde im Interview mit "VG" und "NRK". Eine endgültige Entscheidung will der Speed-Spezialist aber noch nicht treffen. "Das ist eine Frage, auf die ich jetzt keine Antwort finden kann. Und ich möchte mich momentan auch nicht allzu sehr damit beschäftigen."
Am 14. Oktober war Kilde bei einem Training in Chile schwer gestürzt und hatte sich die Achillessehne gerissen. Dabei schien nach seiner langen Verletzungspause endlich wieder alles auf Schiene zu sein. "Ich war wieder zurück! Es gab überhaupt keine Zweifel daran, dass ich in dieser Saison fahren würde", erzählt der 34-Jährige.
Der Schock saß tief. "Am Anfang konnte ich es einfach nicht glauben", erinnert sich Kilde. Bereits im Jänner 2024 hatte er bei einem schweren Sturz in Wengen schwere Verletzungen an der Schulter und eine tiefe Schnittwunde am Bein erlitten. Mehrere Operationen, eine Infektion und eine langwierige Rehabilitation folgten. Nun muss er erneut ganz von vorne beginnen.
Trotzdem versucht der Norweger, positiv zu bleiben. "Das Wichtigste ist jetzt, dass ich mir die Zeit nehme, die ich brauche", erklärt Kilde. Dass er noch genügend Energie für den nächsten Kampf zurück auf die Piste aufbringen kann, wertet er als gutes Zeichen. Gleichzeitig stellt er klar: "Wenn ich das nicht mehr schaffen würde, wäre es besser, einfach aufzuhören."
Während am Wochenende in Sölden die neue Weltcup-Saison beginnt, muss Kilde zuschauen. Ob er jemals wieder ein Rennen bestreiten wird, bleibt vorerst offen.