Olympiasieger

"Wahnsinn!" Ski-Superstar fordert Weltcup-Revolution

Olympiasieger Lucas Pinheiro Braathen fordert ein radikales Umdenken im Ski-Weltcup. Der Brasilianer nimmt vor allem den Rennkalender ins Visier.
23.10.2026, 14:24
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Lucas Pinheiro Braathen will den alpinen Skisport aus seiner europäischen Komfortzone holen und fordert Rennen auf weiteren Kontinenten. Für den Brasilianer ist klar: Wer den Skisport weltweit vermarkten will, muss ihn auch dorthin bringen, wo bislang kaum Weltcup-Rennen stattfinden. Der amtierende Riesentorlauf-Olympiasieger sieht dabei vor allem in Asien und Südamerika großes Potenzial.

Konkret bringt Braathen zusätzliche Stationen in Japan und China ins Spiel. Auch in Nordamerika sollten die Athleten seiner Meinung nach länger bleiben, anstatt nach wenigen Rennen wieder nach Europa zurückzukehren.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

"Warum fahren wir keine Rennen in Südamerika?"

Besonders unverständlich ist für ihn, dass Südamerika im Weltcup-Kalender keine Rolle spielt. Schließlich reisen zahlreiche Ski-Stars im europäischen Sommer ohnehin zum Training auf die Südhalbkugel.

"Wir haben jetzt einen Olympiasieger aus Brasilien. Warum fahren wir keine Rennen in Südamerika, wenn ohnehin schon alle zum Training dorthin fliegen?", fragt Braathen.

Der 26-Jährige weiß aus eigener Erfahrung, welches Potenzial in bislang wenig erschlossenen Märkten steckt. Mit seinem Olympiasieg im Riesentorlauf schrieb er im vergangenen Februar Geschichte und sorgte in seiner Wahlheimat Brasilien für Begeisterung.

"Es ist der Wahnsinn, dass ich in Brasilien herumgehen kann und immer mehr Leute wissen, was Skifahren ist", erzählt der gebürtige Norweger.

Klassiker sollen bleiben

Eine Abschaffung der traditionsreichen Rennen in Europa fordert Braathen allerdings nicht. Im Gegenteil: Die legendären Weltcup-Stationen haben für ihn weiterhin einen besonderen Stellenwert.

"Sie sind das Fundament unseres Sports. Für einen Athleten gibt es kaum eine größere Ehre, als so ein Rennen zu gewinnen", betont der Olympiasieger. Sein Plan sieht vielmehr eine Erweiterung des Weltcups vor. Durch zusätzliche Rennen außerhalb Europas könnte der Skisport neue Fans gewinnen und gleichzeitig das Interesse an den Klassikern steigern.

red, 23.10.2026, 14:24
Weitere Storys