Große Sorgen bei Ski-Legende Felix Neureuther! Der 42-Jährige schlägt wegen Mobbings unter Schulkindern Alarm. Besonders die Gefahren durch Smartphones, WhatsApp und künstliche Intelligenz machen dem vierfachen Vater zu schaffen. Dabei denkt der ehemalige Weltklasse-Skifahrer auch an seine eigenen Kinder.
Gemeinsam mit seiner Ehefrau, Ex-Biathletin Miriam Neureuther (36), hat er vier Kinder: Matilda, Leo, Lotta und Mats sind zwischen einem und acht Jahre alt. Noch ist die Familie von den Schattenseiten sozialer Medien weitgehend verschont. "Ich stelle mir das so krass vor, wenn du Papa oder Mama bist, und du hast ein kleines Kind zu Hause, das in der Schule gemobbt wird", erzählt Neureuther im Podcast "Pizza & Pommes". Seine Kinder seien "noch nicht so in dem Social-Media-Alter drin, zum Glück".
Doch der ehemalige Ski-Star weiß, wie schnell sich das ändern kann. Besonders Cybermobbing bereitet ihm Kopfzerbrechen. "Das ist so taff. Also natürlich in erster Linie für das Kind, aber auch als Elternteil", sagt Neureuther. Er fragt sich, wie Eltern im Ernstfall reagieren sollen: "Muss man das Umfeld des Kindes dann ändern? Soll man sich als Elternteil doch irgendwie einmischen?"
Das große Problem sieht der 42-Jährige darin, dass die Schikanen längst nicht mehr mit dem Unterricht enden. Früher konnten Kinder dem Mobbing zumindest nach der Schule entkommen. Heute geht es in Chatgruppen einfach weiter. "Es hört ja nicht auf!", warnt Neureuther. Besonders auf WhatsApp würden "wahnsinnig viele Menschen gedisst".
Erschreckend findet Neureuther auch, wie früh die Probleme beginnen. Schon in der dritten oder vierten Klasse bekommen viele Kinder ihr erstes Smartphone. Dazu kommt eine neue Gefahr: Mit künstlicher Intelligenz manipulierte Bilder von Mitschülern werden in Gruppen verschickt, um andere bloßzustellen. Der Ex-Skifahrer setzt sich deshalb schon länger für strengere Social-Media-Regeln für Schulkinder ein.
Mit seiner Stiftung "Beweg dich schlau!" will Neureuther Kinder außerdem für Sport und echte Gemeinschaft begeistern. Besonders wichtig ist ihm aber der Rückhalt in der Familie. Kinder müssten offen über Ausgrenzung sprechen können und wissen, dass ihre Eltern für sie da sind. Denn eines steht für den vierfachen Vater fest: Niemand soll mit Mobbing allein gelassen werden.