Ski-Legende Ted Ligety meldet sich vor dem Weltcup-Auftakt in Sölden zu Wort! Der ehemalige US-Skistar spricht über das verschobene Comeback von Marcel Hirscher und traut seinem einstigen Rivalen weiterhin Großes zu.
Am Wochenende startet der alpine Ski-Weltcup traditionell am Rettenbachferner in Sölden in die neue Saison. Einer, der sich dieses Spektakel nicht entgehen lassen möchte, ist Ted Ligety. Der mittlerweile 42-jährige US-Amerikaner wird beim Riesentorlauf der Herren am Sonntag vor Ort sein.
"Ich bin erst zum zweiten Mal nach meinem Karriereende dort, das erste Mal seit vier Jahren – ich freue mich auf die Rückkehr, der Berg war immer gut zu mir", erklärte Ligety gegenüber der "Kronen Zeitung".
Kein Wunder, schließlich verbindet der ehemalige Riesentorlauf-Spezialist zahlreiche Erfolgserlebnisse mit Sölden. Gleich viermal triumphierte der US-Amerikaner am Rettenbachferner und hält damit bis heute den Siegrekord.
Dieser könnte allerdings schon am Sonntag eingestellt werden. Der Schweizer Superstar Marco Odermatt hält bei drei Erfolgen in Sölden und würde mit einem weiteren Triumph mit Ligety gleichziehen.
Besonders gespannt blickt der ehemalige Skistar aber auch auf seinen einstigen Dauerrivalen Marcel Hirscher. Der achtfache Gesamtweltcupsieger, der mittlerweile für die Niederlande startet, wird beim Saisonauftakt in Sölden allerdings noch nicht an den Start gehen.
Ligety bedauert das Fehlen seines früheren Konkurrenten, sieht in dessen Entscheidung aber auch etwas Positives. "Schade, dass ich ihn in Sölden nicht Rennen fahren sehe. Aber für mich ist es ein gutes Zeichen, dass er in Argentinien trainieren war, sich Zeit nimmt", erklärte der US-Amerikaner.
An den Fähigkeiten des Salzburgers zweifelt Ligety jedenfalls nicht. Ganz im Gegenteil! "Ich würde niemals gegen ihn wetten. Wenn er sich gut fühlt und in Form ist, ist ihm alles zuzutrauen. Er war der größte Gegner, den ich je hatte."
Für den ehemaligen Riesentorlauf-Spezialisten ist sogar eine Rückkehr Hirschers auf das oberste Podest möglich. Der Österreicher sei schließlich noch nicht zu alt, um im Weltcup wieder ganz vorne mitzumischen. Wenn Hirscher seine "Puzzlestücke beisammen hat", könne er laut Ligety durchaus wieder Rennen gewinnen.
Während die Ski-Elite am Wochenende in Sölden um die ersten Weltcup-Punkte kämpft, müssen sich die Fans auf das nächste Kapitel der Hirscher-Rückkehr also noch etwas gedulden.