Lara Gut-Behrami

Ski-Gigantin mit Klartext über ihr Karriereende

Lara Gut-Behrami ist in die Ski-Pension abgeschwungen. Auch die Heim-WM 2027 in Crans-Montana war für die Schweizerin kein Anreiz mehr.
03.11.2026, 18:18
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Keine Spur von Wehmut bei Lara Gut-Behrami! Die Schweizer Ski-Legende hat im August ihre Karriere beendet und bereut diesen Schritt keine Sekunde. Im Gegenteil: Die 35-Jährige genießt ihr neues Leben ohne Weltcup-Stress in vollen Zügen.

"Seit ich keine Rennen mehr fahre, ist alles deutlich schöner geworden", verrät die ehemalige Super-G-Olympiasiegerin im Interview mit dem "Tages-Anzeiger". Besonders die ständige Planung rund um Trainingslager und Wettkämpfe vermisst die Tessinerin überhaupt nicht.

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"Ich muss nicht mehr ständig die Wetterprognosen studieren, schauen, wo es Schnee hat", erzählt Gut-Behrami. Auch das Leben aus dem Koffer gehört endlich der Vergangenheit an. Früher musste sie stets entscheiden, wann und wohin sie als Nächstes reisen würde. Heute kann sie ihren Alltag selbst bestimmen.

Heim-WM keine Motivation

Ganz ohne Sport geht es für die zweifache Gesamtweltcupsiegerin allerdings nicht. Sie steht weiterhin früh auf und trainiert regelmäßig. Doch ihre Einstellung hat sich grundlegend verändert: "Es geht nicht mehr darum, wie viel Gewicht ich stemme, sondern darum, was mir guttut." Selbst ein gemütlicher Filmabend bis Mitternacht ist inzwischen möglich, ohne an das Training am nächsten Morgen denken zu müssen.

Besonders bemerkenswert: Nicht einmal die Heim-WM 2027 in Crans-Montana konnte Gut-Behrami zu einer Fortsetzung ihrer Karriere bewegen. Nach ihrem Kreuzbandriss im November 2025 kämpfte sie sich zunächst zurück auf die Ski. Als sie im Juli wieder auf den Brettern stand, wurde ihr aber klar, dass sie nicht mehr zurückkehren wollte.

"Selbst eine Goldmedaille wäre die Monate nicht wert gewesen, die ich hätte opfern müssen", stellt die Schweizerin klar. Mit 48 Weltcupsiegen, 101 Podestplätzen, zwei Gesamtweltcup-Kugeln, zwei WM-Titeln und Olympia-Gold hat Gut-Behrami ohnehin alles erreicht. Jetzt zählt für sie vor allem eines: das Leben abseits der Rennpiste.

red, 03.11.2026, 18:18
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