Vor zwei Jahren rang Cyprien Sarrazin mit dem Tod. Der französische Ski-Star erlitt bei einem Trainingssturz in Bormio eine Hirnblutung, wurde ins künstliche Koma versetzt und notoperiert. Ein Teil der Schädeldecke musste zeitweise abgenommen werden.
Der Speed-Spezialist überlebte – und erholte sich. Zwar hatte Sarrazin lange mit Sprachschwierigkeiten, Erschöpfung und Sehproblemen zu kämpfen, doch die Genesung schritt voran. Bleibende Schäden blieben wie durch ein Wunder aus.
Zwei Jahre nach seinem schweren Sturz könnte Sarrazin tatsächlich in den Weltcup zurückkehren. Das Trainingslager zuletzt in Argentinien habe ihn ermutigt, nun sei er für ein Comeback Ende November (28./29.) in Copper Mountain "ziemlich zuversichtlich", sagte der Franzose am Montag. Ein Super-G und ein Riesentorlauf stehen auf dem Programm.
In der Woche darauf könnte der 32-Jährige in Beaver Creek auch wieder in der Abfahrt starten. Ob er sich bereit genug für ein Rennen fühle, wolle er jeweils am Vorabend entscheiden.
"Es gibt immer Zweifel, Ängste", berichtete er von seiner langen Reha-Phase, "aber wenn man an sich selbst glaubt, kann man davon überrascht werden, wie schnell sich die Dinge zum Guten wenden und wie weit man es bringen kann." Ihm fehlten derzeit noch ein paar Trainingskilometer, ergänzte er, "aber die werde ich haben, wenn Copper Mountain ansteht".
Bis zu seinem Sturz 2024 zählte Sarrazin zur Weltspitze. Karriere-Highlight: seine zwei Kitzbühel-Siege im Jänner 2024.