Für Simon Ammann wird es ernst! Der 45-jährige Skisprung-Olympiasieger kämpft um das fünfte und letzte Schweizer Ticket für die ersten vier Weltcups der Saison.
Die Entscheidung fällt von Dienstag bis Donnerstag im Trainingslager in Oberstdorf. Dort muss sich Ammann gegen seine Konkurrenten Felix Trunz und Remo Imhof behaupten.
Der Saisonstart steigt am 20. November in Lillehammer, wo neben Einzelbewerben auch ein Teambewerb geplant ist.
Besonders brisant: Ammann trifft in der internen Quali erneut auf Trunz. Der 20-Jährige hatte ihm Anfang des Jahres den Olympia-Startplatz weggeschnappt. Nach einem schwierigen Sommer zeigte der Nachwuchsspringer zuletzt wieder aufsteigende Form.
Für Nationaltrainer Bine Norcic zählt ausschließlich die Leistung in Oberstdorf. "Wer in den Trainings am besten springt, wird selektioniert. Was früher war, interessiert mich nicht."
Ammann zeigte laut Norcic bei den jüngsten Einheiten in Klingenthal positive Ansätze. Nach dem Familienurlaub hatte der Routinier zunächst wieder seinen Rhythmus finden müssen.
Auch Imhof hat noch Außenseiterchancen auf das letzte Ticket. Dafür muss er laut dem Nationaltrainer mehr Ruhe in seine Sprünge bringen.
Wer in Oberstdorf leer ausgeht, kann sich über den Continental Cup für spätere Weltcup-Einsätze empfehlen. Für Ammann geht es aber schon jetzt um ein wichtiges Signal vor seiner 30. Weltcup-Saison.