Täter (16) mit Todesfalle

Snapchat-Streit: 14-Jähriger mit Küchenmesser erstochen

Ein über Snapchat vereinbarter Kampf endete für Christopher (14) tödlich. Ein 16-Jähriger wurde nun wegen Mordes schuldig gesprochen.
25.10.2026, 18:36
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Ein Streit im Internet endete in einer tödlichen Gewalttat: Auf der britischen Insel Isle of Man wurde ein 16-jähriger Jugendlicher des Mordes an dem erst 14 Jahre alten Christopher McBurnie schuldig gesprochen. Die beiden hatten sich zuvor über Snapchat gestritten und schließlich zu einer Schlägerei verabredet.

Die schreckliche Tat ereignete sich bereits am 29. Mai 2025 in der Stadt Ramsey. Nach einem vierwöchigen Prozess befand eine Jury den Jugendlichen nun des Mordes für schuldig.

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Jugendliche drohten sich mit dem Tod

Besonders erschütternd: Die beiden Burschen kannten einander persönlich gar nicht. Trotzdem war ihr Streit über Snapchat völlig eskaliert. Sie tauschten sogar Morddrohungen aus.

Laut den Ermittlungen soll der spätere Täter seinem jüngeren Kontrahenten insgesamt elfmal mit dem Tod gedroht haben. Unter anderem kündigte er an, zu dessen Haus zu kommen und ihn umzubringen.

Am Tattag machte sich Christopher gemeinsam mit Freunden von Castletown auf den Weg nach Ramsey. Dort forderten sie den 16-Jährigen auf, aus seinem Haus zu kommen.

Mit Küchenmesser auf 14-Jährigen losgegangen

Der Jugendliche verließ daraufhin das Gebäude. In seiner Hosentasche hatte er ein Küchenmesser versteckt. Vor dem Haus kam es zur körperlichen Auseinandersetzung.

Laut den Aussagen vor Gericht wurde der 16-Jährige zunächst zweimal gegen den Kopf geschlagen. Dann zog er das Messer und stach dreimal auf Christopher ein.

Gegen 15.40 Uhr trafen die Rettungskräfte am Tatort ein. Doch für den 14-Jährigen kam jede Hilfe zu spät. Nur rund 40 Minuten nach der Attacke wurde sein Tod festgestellt.

Täter berief sich auf Notwehr

Vor Gericht versuchten die Verteidiger des 16-Jährigen, die Tat als Notwehr darzustellen. Ihr Mandant habe sich durch die Gruppe vor seinem Haus bedroht gefühlt. Zudem verwiesen sie auf seine eingeschränkten kognitiven Fähigkeiten.

Die Staatsanwaltschaft sah das völlig anders. Sie sprach von einem vorsätzlichen und äußerst brutalen Angriff. Der Jugendliche habe Christopher gezielt zu seinem Wohnhaus gelockt. Die Geschworenen folgten schließlich der Argumentation der Anklage und sprachen den 16-Jährigen des Mordes schuldig.

Polizei spricht von außergewöhnlicher Gewalttat

Der leitende Ermittler Neil Craig zeigte sich nach dem Urteil tief betroffen. Seine Gedanken seien vor allem bei Christophers Familie und allen Menschen, die den Buben geliebt hätten. Christopher sei ein erst 14-jähriger Bub gewesen, dessen Leben unter tragischen Umständen ausgelöscht wurde. Für seine Angehörigen werde der Verlust jeden Tag spürbar bleiben.

Die Polizei betonte zudem, dass derartige Gewalttaten auf der Isle of Man äußerst selten seien. Die Insel gilt als einer der sichersten Orte der Welt. Das Strafmaß wird am 12. Jänner 2027 verkündet. Für Christophers Familie bleibt nach dem Urteil die Gewissheit, dass ein Streit auf Snapchat ihrem 14-jährigen Sohn das Leben gekostet hat.

red, 25.10.2026, 18:36
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