Meteorologe schockiert alle:

"So etwas hat die Wetterwelt noch nicht erlebt"

Im Pazifik sorgt ein außergewöhnlich starker El Niño für Aufsehen. Das Wetterphänomen könnte auch den Winter in Österreich beeinflussen.
14.10.2026, 14:12
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Während in Österreich der Winter näher rückt, spielt sich Tausende Kilometer entfernt ein außergewöhnliches Wetterereignis ab. Im tropischen Pazifik sind die Wassertemperaturen massiv gestiegen. Die Auswirkungen könnten bis nach Europa reichen und auch bei uns für einen ungewöhnlichen Winter sorgen.

"So etwas hat die Wetterwelt noch nicht erlebt. Im tropischen Pazifik liegt das Wasser inzwischen mehr als drei Grad über dem Normalwert, der alte Rekord aus dem Jahr 2015 ist gefallen. Und das schon im September!", erklärt Wetter-Experte Dominik Jung auf "op-online.de"

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Besonders brisant: Das Wetterphänomen El Niño hat seinen Höhepunkt offenbar noch gar nicht erreicht.

Alter Temperaturrekord bereits übertroffen

Im tropischen Pazifik liegt die Wassertemperatur derzeit um mehr als drei Grad über dem üblichen Wert. Damit wurde laut den vorliegenden Angaben bereits im September der bisherige Rekord aus dem Jahr 2015 übertroffen.

Normalerweise erreicht El Niño seine stärkste Phase erst zwischen November und Jänner. Doch diesmal entwickelte sich das Phänomen außergewöhnlich rasch. Seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1900 soll sich kein vergleichbares Ereignis derart schnell verstärkt haben.

Besonders auffällig waren die Messwerte vor den Küsten von Peru und Ecuador. Dort lagen die Temperaturen zeitweise fast fünf Grad über dem Durchschnitt.

Auch die Luftdruckverhältnisse über dem Pazifik zeigten im Sommer außergewöhnliche Abweichungen, wie sie seit rund 150 Jahren nicht mehr beobachtet worden sein sollen.

Wettermodelle rechnen mit weiterer Verstärkung

Eine Entspannung ist vorerst nicht in Sicht. Den Wettermodellen zufolge könnte sich El Niño bis Dezember weiter verstärken.

Einzelne Berechnungen zeigen sogar Temperaturabweichungen von rund vier Grad. Sollte sich diese Entwicklung bestätigen, würde der bisherige Rekord deutlich übertroffen.

Die außergewöhnlich hohen Wassertemperaturen können weitreichende Folgen für das Wetter auf mehreren Kontinenten haben.

Dürre und Überschwemmungen drohen

In Südostasien sind die Auswirkungen bereits zu spüren. Auf Borneo sorgen Waldbrände für dichte Rauchschwaden.

Australien muss sich unterdessen auf besonders hohe Temperaturen und Trockenheit einstellen. In Teilen Südamerikas steigt dagegen das Risiko für heftige Niederschläge und Überschwemmungen.

Auch tropische Wirbelstürme werden durch El Niño beeinflusst. Während das Phänomen die Entstehung von Hurrikanen im Atlantik üblicherweise hemmt, können die warmen Wassermassen im Pazifik die Entwicklung starker Stürme begünstigen, heißt es in dem Bericht.

Was bedeutet das für den Winter?

Obwohl Europa weit vom Pazifik entfernt liegt, könnte sich das Wetterphänomen auch auf unsere Wintermonate auswirken.

Bei früheren starken El-Niño-Ereignissen begann der Winter in Europa häufig vergleichsweise mild. Dazu kamen vermehrt Niederschläge und stürmische Wetterlagen.

Für Jänner und Februar könnte sich die Situation allerdings ändern. Dann steigt laut den beschriebenen Zusammenhängen die Wahrscheinlichkeit für Kaltlufteinbrüche aus nördlichen und östlichen Richtungen.

Ob es tatsächlich zu längeren Frostperioden oder kräftigen Schneefällen kommt, lässt sich daraus jedoch nicht zuverlässig ableiten. El Niño ist nur einer von mehreren Faktoren, die unser Winterwetter beeinflussen.

Droht 2027 ein neuer globaler Hitzerekord?

Die ungewöhnlich hohen Temperaturen im Pazifik könnten noch weit über den kommenden Winter hinaus Auswirkungen haben.

Denn die Wärme, die derzeit im Ozean gespeichert wird, gelangt mit zeitlicher Verzögerung in die Atmosphäre. Dadurch könnte 2027 weltweit ein besonders warmes Jahr werden. Auch ein neuer globaler Temperaturrekord erscheint laut der beschriebenen Entwicklung denkbar.

Für Österreich bleibt vorerst offen, ob der Winter überwiegend mild ausfällt oder im weiteren Verlauf doch noch kräftige Kälteeinbrüche bringt.

wil, 14.10.2026, 14:12