Um diese Tätigkeit wird im Haushalt oft gestritten, jetzt gibt es einen guten Grund, es gleich bleibenzulassen. Schon beim täglichen Abwasch kann Mikroplastik in die Umwelt gelangen. Schuld daran sind vor allem herkömmliche Küchenschwämme.
Eine Untersuchung von Forschern zeigt, dass durch die Nutzung dieser Schwämme jährlich große Mengen Mikroplastik freigesetzt werden. Eine Beispielrechnung kommt auf bis zu 355 Tonnen pro Jahr - allein durch Materialverlust bei flächendeckender Nutzung eines bestimmten Schwammtyps, das berichtet die APA.
Zwar wird der Großteil davon in Kläranlagen zurückgehalten, doch mehrere Tonnen Mikroplastik gelangen trotzdem jedes Jahr in Gewässer und Böden. Wie viel genau freigesetzt wird, hängt stark vom jeweiligen Schwamm ab. Pro Person sind es laut Studie zwischen 0,68 und 4,21 Gramm jährlich.
Doch es gibt auch eine wichtige Einordnung: In der Gesamtbilanz spielt das Mikroplastik aus Schwämmen eine kleinere Rolle. Viel entscheidender für die Umwelt ist der Wasserverbrauch beim Abwasch. Laut Forschern gehen 85 bis 97 Prozent der Umweltbelastung darauf zurück.
Was kannst du also tun? Experten raten, den Wasserverbrauch möglichst gering zu halten. Zusätzlich solltest du Schwämme mit wenig Kunststoffanteil verwenden und diese länger nutzen. Eine längere Lebensdauer spart Ressourcen und reduziert die Belastung.
Untersucht wurde das Ganze von Forschern der Universität Bonn gemeinsam mit weiteren Instituten. Zum Einsatz kam dabei auch eine spezielle Testmaschine namens "Spongebot". Zusätzlich dokumentierten freiwillige Teilnehmer ihren Alltag mit verschiedenen Schwämmen, um realistische Daten zu liefern.