Saison gestartet

So gefährlich sind Erdbeeren aus Spanien

Spanische Erdbeeren haben Saison. Doch hinter den saftigen Früchten verbergen sich massive Umweltprobleme und schlechte Arbeitsbedingungen.
Heute Life
03.05.2026, 14:17
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Erdbeeren gehören zu den beliebtesten Früchten in Österreich. Doch wer jetzt im Supermarkt zugreift, sollte genau auf die Herkunft achten. Denn die meisten Import-Erdbeeren stammen aus Spanien – und haben einen bitteren Beigeschmack.

Spanien ist das wichtigste Erdbeerimportland für den deutschsprachigen Raum. Die meisten Früchte kommen aus dem Süden des Landes, aus der Region rund um Huelva.

Wie utopia.de berichtet, wird dort massiv Grundwasser für die Bewässerung der Erdbeerfelder angezapft. Der WWF geht von mehreren Tausend illegalen Brunnen aus, die immer tiefer gebohrt werden müssen. Die Folge: Der Grundwasserspiegel sinkt dramatisch.

Prekäre Arbeitsbedingungen

Doch nicht nur die Umwelt leidet. Anbau und Ernte erfolgen oft unter menschenunwürdigen Bedingungen. Viele Arbeiter sind Migranten, die für niedrige Löhne schuften – ohne Absicherung und unter harten Bedingungen.

Dazu kommt der lange Transportweg: Eine Erdbeere aus Huelva legt bis zum Supermarkt rund 2.800 Kilometer zurück. Das macht selbst Bio-Erdbeeren aus Spanien zur Klimasünde.

Worauf Konsumenten achten sollten

Wer auf Nachhaltigkeit setzen will, sollte auf regionale und saisonale Erdbeeren achten. Die heimische Erdbeersaison startet Ende Mai und läuft bis in den Juli. Dann stammen die Früchte vom Feld um die Ecke – und nicht aus dem trockenen Süden Spaniens.

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