Gesundheit

So hoch ist der Anteil der Impfdurchbrüche 

Bei der Zahl der Impfdurchbrüche seit Februar waren Menschen ab 60 am häufigsten betroffen. Insgesamt liegt die Quote bei 4,05 Prozent.
Sabine Primes
08.09.2021, 14:02

Seit Anfang Februar wurden bei über 12-Jährigen in Österreich 252.976 Corona-Fälle laborbestätigt. Davon waren 6.793 Betroffene vollständig geimpft. Damit liegt der Anteil der sogenannten Impfdurchbrüche (vollständig Geimpfte mit symptomatischer Infektion) bei 4,05 Prozent (Stichtag: 7. September). Bei 215 Personen (0,13 Prozent) führte ein Impfdurchbruch zu einer stationären Aufnahme im Spital.

Impfdurchbrüche bei Ü60 öftesten

In Prozentanteilen gerechnet sind der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) zufolge die Impfdurchbrüche mit 4,43 Prozent in der Altersgruppe der Über-60-Jährigen am Höchsten. Das ist insofern wenig verwunderlich, als die Impfquote bei den Seniorenam höchsten ist. Der Anteil von bestätigten SARS-CoV-2-Infektionen mit Krankenhausaufnahme lag bei vollständig immunisierten Über-60-Jährigen bei 0,51 Prozent.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Bei den 18- bis 59-Jährigen machten die Impfdurchbrüche 3,22 Prozent aus, zu Krankenhausaufenthalten führte das in 0,02 Prozent der Fälle. In absoluten Zahlen waren das 30 Betroffene. Fast keine Impfdurchbrüche zeigen sich bisher bei den Zwölf- bis 17-Jährigen, wo allerdings auch die Impfbereitschaft am Geringsten ist. 49 vollständig geimpfte Jugendliche infizierten sich neuerlich, in keinem Fall war aber eine Überstellung in ein Krankenhaus erforderlich.

Mit Impfung rund 2.800 Todesfälle verhindert

Was die Impfeffektivität betrifft, lag diese in der Altersgruppe 40-59 bei 88,43 Prozent und bei den Über-60-Jährigen bei 89,97 Prozent. Das berichtet die Agentur für Gesundheit Österreich (AGES) für den Zeitraum Anfang Februar bis Anfang September 2021. Das bedeutet, dass eine Infektion bei den vollständig Geimpften im Vergleich zu den nicht vollständig Geimpften für den Beobachtungszeitraum um fast 90 Prozent reduziert war, betonten Experten.

Nach Berechnungen der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) wurden in den Monaten Februar bis August 2021 österreichweit 9.484 Krankenhausaufenthalte, 2.524 Aufenthalte in Intensivstationen und 2.849 Todesfälle vermieden.