Der Frühling klopft gerade wieder kräftig an: Schon am Montag (23. März) sind hierzulande bis zu 16 Grad drin. Doch der kommende April hat es dann in sich - und er könnte das Wetter ordentlich durcheinanderwirbeln. Grund ist eine sogenannte "High-over-Low"-Lage.
Bei dieser Wetter-Konstellation liegt ein kräftiges Hoch über Nordeuropa, während sich Tiefdruckgebiete über Südeuropa halten. Je nachdem, wo genau sich das Hoch positioniert, hat das massive Auswirkungen auf unser Wetter, erklärt Meteorologe Jan Schenk vom Wetterdienst weather.com.
Und wie schaut es konkret zu Ostern 2026 aus? Aktuelle Wochenprognosen deuten darauf hin, dass sich ein Hoch über den Britischen Inseln festsetzen könnte. Das würde die Tür für kalte Luft öffnen - und damit auch für späten Schneefall, hauptsächlich in höheren Lagen und am Alpenrand, sagt Schenk.
Auch Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net hält "weiße Ostern" in Teilen Mitteleuropas für "durchaus möglich". Vor allem am Karfreitag könnten ein paar Flocken vom Himmel fallen, so der "klimatologische Trend". Im Extremfall könnten in höheren Lagen bis zu 80 cm Neuschnee für eine Überraschung sorgen, sagt Jung.
Fix ist der Schneefall zu Ostern aber noch lange nicht. Denn oft entscheidet sich erst wenige Tage vorher, wie sich die Lage tatsächlich entwickelt, wie beide Meteorologen erklären. Möglich sei also auch ein sonniges und mildes Osterwochenende. Fakt ist: Ob weiße Ostern oder T-Shirt-Wetter - der April bleibt heuer ein echter Wetter-Zocker.