Alarm auf den Kanaren: Das Sturmtief "Therese" sorgt derzeit für massive Sorgen auf der beliebten, zu Spanien gehörigen Ferieninsel-Gruppe vor Westafrika. Die Behörden haben bereits drastische Maßnahmen gesetzt - Schulen und Kindergärten auf Teneriffa, La Palma, La Gomera und El Hierro bleiben vorsorglich geschlossen.
Auch beliebte Ausflugsziele sind betroffen. Der Teide-Nationalpark sowie Zugänge zum Teno-Gebirge wurden gesperrt, ein großes Trailrunning-Rennen abgesagt. Die Bevölkerung wird aufgerufen, zu Hause zu bleiben und im Homeoffice zu arbeiten, wie die Zeitungen "La Provincia" und "Canarias7" berichteten.
Die Wetterlage ist brisant: Der spanische Wetterdienst warnt vor Sturmböen von bis zu 90 km/h in höheren Lagen. Dazu kommen enorme Regenmengen - lokal könnte so viel Niederschlag fallen wie sonst in einem ganzen Jahr. Die Folge: Überschwemmungen, gefährliche Erdrutsche und meterhohe Wellen an den Küsten.
Der aufziehende Sturm bringt das Wetter ordentlich durcheinander. Sogar Schnee ist möglich, allerdings nur in Höhenlagen über 1.800 Meter. Das Sturmtief zieht aktuell von West nach Ost über die Inseln und könnte auch am Wochenende weiter für Chaos sorgen.
Bereits jetzt kommt es zu Problemen im Verkehr. Flüge wurden umgeleitet, weitere Ausfälle sind wahrscheinlich. Auch der Fährverkehr zwischen den Inseln könnte zeitweise komplett eingestellt werden.
Die Kanaren rüsten sich also, übrigens ebenso wie die beliebte Ferieninsel Madeira (Portugal), für mehrere Tage Ausnahmezustand - mit Sturm, Starkregen und winterlichen Bedingungen in den Bergen.